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Der jüdische Student · 1924-10-01 · Heft 8-9 (Oktober 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 8-9 (Oktober 1924)
Date
1924-10-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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195 Es gibt also eine „Konzentration der Kräfte", eine Intensivierung und Beschleunigung der Arbeit und zwar einer streng zielgerichteten Arbeit. Als Ziel aber aller Komplexe und Organisationen, die sich mit der Frage der zionistischen Menschen beschäftigen, s^ilt es nach B 1 umenfelds Worten (Leitartikel in Nr. 76 der jüdischen Rundschau) „geeignete Pioniere im Lande und geschulte Träger der Bewegung im Gallith" heranzubilden. In der ersten Reihe der erwähnten Organisationen hat das K.J.V seine Erziehungsarbeit in jenem Sinne energisch einzurichten. Nicht, dass wir ein „jüdischer Bund" werden sollten, wie ihn Beil in so n (Jude VIII, 5/6) zudem aus einer ganz anderen Anschauung der zionistischen Situation heraus forderte; dazu sind die Menschen, die wir gewinnen, und unsere Aufgaben zu breit angelegt, dazu ist der psychische Spielraum beider zu gross und muss andererseits so gross (wenn wohl auch nicht so beinhaltet) bleiben. Andererseits liegt uns natürlich auch der Charakter eines zionistischen Gesellschaftskomplexes (Hold heim, Lösung der zionistischen Krise, Jude VIII,Q) absolut fern. Getreu unserer alten Anschauung haben wir besie Bürgen des hier vorweggenommenen -.und im Lande werdenden jüdischen Staates zu schaffen, d. h. jetzt: jene beiden mit Blumenfelds Worten bezeichneten Typen. Wir wissen, dass viele unerer Menschen (am häufigsten ältere Burschen und „Inaktive") dem Bilde jener beiden Formen allzuwenig entsprechen, und dass ferner oft die Gefahr besteht, auch manche neugewonnenen Menschen könnten so werden. Deshalb muss unsere Erziehung entsprechend der Gesamtarbeitsart der Organisation intensiviert, beschleunigt und streng zielgerichtet werden. Mir scheint es hierfür etwa folgenden Weg zu geben, den ich absichtlich eng gezeichnet habe, der aber natürlich verbreitert werden kann. Nach dem ersten Semester haben die Füxe einem entsprechenden Gremium Rechenschaft über ihre Auffassung vom Zionismus, ihre Stellungnahme zu seinen, ihrer zionistischen Reife entsprechende Fragen und Anforderungen zu geben. (Ein ähnliches examinatorisches Kolloquium hat der letzte B.C. der Maccabäa Königsberg obligatorisch gemacht.) Hebräisch ist in der Regel erst im zweiten Semester, dann aber aus eigenem Antriebe und intensiv zu lernen. Nach dem zweiten Semester ein exaniinaiorisches Kolloquium vor der wissenschaftlichen Kommission in den Fächern des bisherigen Burschenexamens. Flierdurch wird durchaus die zionistische Entwicklung der betreffenden Bundesbrüder gefördert und vertieft und vermieden, dass Bundesbrüder ohne Selbstrechenschaft und Fleiss durch die Semester gleiten. Hierauf hat eine versuchsweise Betätigung in irgend einem zionistischen Arbeitsfelde einzusetzen: Landarbeit, Handwerk, Keren Kaje-

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