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Der jüdische Student · 1924-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1924)
Date
1924-06-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Zur sogenannten Altherrenfrage 141 Damit sind die Umrisse des Palästinamandates aufgezeigt, und zugleich die Rechtsnorm des Mandates überhaupt und die Bestimmungen für die Durchführung der Schaffung einer national jüdischen Heimstätte untersucht worden. Das Baseler Programm ist mit der Ratifikation des Palastina-Mandates verwirklicht worden. Die völkerrechtlichen Grundlagen des national-jüdischen Heimes in Palästina sind vorhanden. Zur sogenannten Altherrenfrage. Von Leonhard Peritz (V. J. St. Maccabaea, Königsberg A. H.), Gotha. In den letzten Jahren habe ich in einer Reihe von teils recht umfangreichen Briefen mich bemüht, dem Präsidium zu zeigen, dass ein Versuch das Schicksal des K-J.V. allein von der Aktivitas bestimmen zu lassen, zu einem Misserfolg führen muss, dass vielmehr nur dann ein Gebilde wie unser Kartell eine bedeutungsvolle Zukunft hat, wenn es seine Aitherrenschaft in sein Leben einzubeziehen weiss. Diese Wahrheit zur Anerkennung zu bringen und eine ihr entsprechende Aenderung der inneren Politik des Kartells zu bewirken, gelang mir jedoch nicht. Vielmehr muss ich wie manche anderen, die das baldige Ende des Kartells seiner Zeit voraussagen zu müssen glaubten, bekennen, dass das Kartell noch heute besteht, ja sogar greifbare und wertvolle Ansätze zu neuer Belebung zeigt. (In Parentese: Ich habe wohl nur selten in einem so grossen Kreise, wie es der Chargiertentag im Frühjahr war, so viel klare Redner und — was noch weit mehr sagen will — so viel Leute gefunden, die zuzuhören ver-. standen.) Ich werde mich auch fernerhin hüten, Brandbriefe an das Präsidium zu schreiben, die bei weiterer Weigerung, sich von mir belehren zu lassen, mit dem Austritt meiner werten Person drohen. Denn diese fürchterliche Drohung hat keinerlei Wirkung gezeitigt, vielmehr bin ich-nach wie vor im Kanell und schreibe Briefe, die eine zionistische Aktivität des Kartells feststellen, welche Tatsache zwar persönlich bitter sein mag, doch allgemein gesehen ohne Zweifel wichtig und erfreulich ist. ' Es ist jedoch nur natürlich, wenn mit der Freude an einer Sache auch die Ansprüche wieder wachsen, denen zu genügen, man ihr zur Hebung und Erweiterung ihrer Wirkung wünscht. Und so kann ich nicht umhin, mich wieder als „Unzufriedenen" bemerkbar zu machen. Ja, es wird weiter nicht Wunder nehmen, wenn ich meine „alten Sachen" von neuem aufs Tapet bringe, lediglich versuchend, sie etwas anders aufzuputzen. Nach dieser stilvollen Einleitung möchte ich also folgendes bemerken: Ich glaube nach wie vor, dass die ungelöste Frage der Aitherrenschaft wichtiger für das Kartell und den deutschen Zionismus ist,

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