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Der jüdische Student · 1924-02-01 · Heft 3 (Februar 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 3 (Februar 1924)
Date
1924-02-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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47 werden bestimmt unsere Bundesbrüder, die dort siedeln, nicht aus dem KJV. herauswachsen, sondern durch Ihre anziehende Wirkirrig auf weitere Bundesbrüder empfinden lernen, daß nur durch regste Anteilnahme an dem Gesamtwerk des Kartells ihr eigner Rücken gestärkt wird. Man muß vor übertriebenen Erwartungen auch diesmal warnen, einleuchtend dürfte es aber sein, daß ein Weg^wie er oben vorgeschlagen und teilweise bereits gegangen wird, große Aussicht auf Erfolg verspricht. Wir werden alles versuchen, was auf diesem Gebiete in unseren Kräften steht. Das Präsidium. Bertram Fisher. Aus Erez Israel Aus einem Briet von Felix Rosenblüth. In den letzten Besprechungen setzten wir zunächst die Diskussion über die Aufgaben einer KJV.-Organisation im Lande fort. Wir sind überwiegend der Meinung, daß man ohne Übereilung -die Dinge langsam ausreifen lassen soll. Wir beschränken uns vorläufig auf den Jerusalemer Kreis, wollen ihm eine bestimmte Form geben und werden dann — vielleicht um Pessach herum, wenn einige Bundesbrüder als Touristen hier sind — eine größere KJV.-Assefah machen und auf ihr weitere Beschlüsse fassen. Meiner Ansicht nach ist das Programm für eine KJV.-Organisation in Erez Israel gegeben: Gegenseitige Unterstützung in materieller und ideeller Hinsicht (hierzu gehört z. B. Einführung der Neulinge in die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Zustände des Landes, Einwirkung auf die Einfühlung in die hebräische Bewegung, Informationserteilung an die Bundesbrüder im Galuth, Pflege des Zusammenhanges zwischen den Bundesbrüdern in der Stadt und auf dem Lande (sehr vernachlässigt, aber sehr wichtig!). Ob man darüber hinaus einer hiesigen KJV.-Organisation ein kadimahähnliches Programm geben und ihre Betätigung im öffentlichen zionistischen Leben anzeigen und überwachen soll, — wie Preuß in seinem Referat iorderie — ist mir noch nicht klar und sehr zweifelhaft. Vielleicht sollte und müßte man an einen etwas größeren Kreis denken, wenn man ein solches Programm verwirklichen wollte. Diese Fragen bildeten also das Thema jenes Abends, an dem wir die Diskussion über den Preußischen Vortrag fortsetzten. In der nächsten und bisher letzten Sitzung sprach .N\einhold Nußbaum über „Die wirtschaftliche Lage in Deutschland" mit Ausblicken auf Kapitalinvestionsmöglichkeiten. Herzlichen Gruß Euer Felix P o s e n b 1 ü t h. Offener Brief Wir erhalten unmittelbar vor Redaktionsschluß nachfolgenden Artikel des ausgetretenen Bbr. Joseph Lazarus mit der Bitte um Veröffentlichung im „J.Str. _Vv'ir haben uns nach erheblichen Bedenken entschlossen, der Bitte um Veröffentlichung stattzugeben. Es war und ist Grundsatz, des als so überaus exklusiv, einseitig festgelegt geschilderten KJV., kritische Stimmen niemals zu unterdrücken, auch wenn diese — wie im vorliegenden Fall — dem. was man öffentliche Meinung des Kartells nennen kann, zum größter* teil völlig entgegenstehen. Jede Kritik, selbst eine solche mit sehr weit-

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