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Der jüdische Student · 1924-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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Ziele und Aufgaben 19 Stellungsvermittlungsamt hätte alsdann das von den Bundesbrüdern so eingelieferte Material daraufhin zu .untersuchen, ob genügend Wirtschaftsbetriebe vorhanden sind, -die zionistisch geführt oder führbar sich zur Aufnahme von Bundesbrüdern eignen, die in Palästina Filialen schaffen und mit unseren Menschen -besetzen können und stark genug sind, diese Filialen so lange zu halten, bis sie aus eigener Kraft rentabel werden/ Finden sich nicht genügend Betriebe solcher Art, so muß in Erwägung gezogen werden, sie zu gründen oder bereits vorhandene zu vergrößern. Das Wirtschaftsamt muß innerhalb des Kartells die dazu erforderlichen Kapitalien — auch so weit es sich um in Palästina zu schaffende Unternehmen handelt — aufzubringen. Die Beschaffung von Geld wird nicht zu schwer sein, da es sich um rein rentabel geführte Betriebe handeln müßte, denen freilich sämtlich eine zionistische Bedeutung zukommt. In erster Linie wird eine KJVer-Bank benötigt werden, geeignet, die erforderlichen Kapitalien zusammenzufassen, Kredite für KJVer-Unternehmen zu geben, hier und in Palästina, und die neuen Unternehmungen zu finanzieren. Gleichzeitig hat das Berufsvermittlungsamt initiativ die Umgruppierungen der Bundesbrüder in Angriff zu nehmen. Wir haben genug Menschen, die fähig sind, auch größere Unternehmungen zu leiten. Unter uns sind viele, die heute bereits große Betriebe leiten, die entweder sofort oder durch Kombination mit anderen Betrieben dem Zionismus nutzbar gemacht werden könnten. Warum sollte es schließlich nicht möglich sein, den größten Teil der im Wirtschaftsleben stehenden KJVeT in einer Art KJVer-Trust zu sammeln omd diesen Trust zu einem Faktor in Deutschland für Palästina zu machen? Daneben schaffe das Berufsressort, endlich Zentralstellen für die einzelnen Studienfächer akademischer Berufe, sammle die Bundesbrüder nach Fakultäten, kontrolliere und inspiriere ihre Arbeit, gebe Anregungen mit Themen für wissenschaftliche Studien, die zionistisch bedeutsamsein können. Man suche ein Territorium in Palästina, für dessen Kolonisierung das KJV. die Verantwortung übernimmt. Es müßte geeignet sein, jede wirtschaftliche Tätigkeit von K.IVern für und in Palästina zu sammeln und nutzbar zu machen, jedem nur irgendwie in Betracht kommenden Berufe werwi möglich passende Beschäftigung zu schaffen. Kurz: man erwäge endlich ernsthaft die Möglichkeit einer Kleinkolonisation unter der Fahne des KJV.. eventuell des deutschen Zionismus, falls unsere Kräfte nicht reichen. Bei den veränderten Währungsverhältnissen würde sich s(-)gar. zur Verwirklichung dieses Plans die Fntsendtmg einer Studienkommission Vi.n Fachleuten ermöglichen und rechtfertigen. N:v.;h manche Vorschläge in dieser Richtung ließen sich machen, doch g"nge eine weitere Frörterung und detaillierte Darstellung des Praktisch hier Vorgeschlagenen über den Rahmen dieses Artikels hinaus. Die Frage der Berufsumschichtung in landwirtschaftliche und handwerkliche Berufe ist hier nicht näher berührt worden. Nicht weil ihre Bedeutung unterschätzt wird, sondern weil ich meine Aufgabe darin *ah. zionistische Wege für die Mehrzahl der im Kartell zusammengefaßten Bundesbrüder zu zeigen, für die eine berufliche Umstellung von so großer Tragweite nicht möglich ist. Landwirte

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