Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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* Die {Entscheidung des Zionismus ' ____ 115 , Die Entscheidung des Zionismus zwischen jüdischer Aufklärung'-'und Orthodoxie. knaz Maybanm.- 4 . . 1:7v"> " •"' ■ Moltor - /' .;r " _ Einst mag gesdiehn. daß aus noch;kargern resien s t Vom sehe t b;h»iCi — aus g~borslner wand - v v *. .7 ' : Ver w uteri ein gestern zerirc.?snem; -e.tZ' : * % - Vergilbter schrill c n 'eben sich entzünde " •. ä ..•:. ,- -./. Die art wie ihr bewahrt ist ganz verfall. 1" \* v'."- ,;-'' V-\,v- '-• "•:. -■■ XStefan OeTrge)-J ' Nicnt nur dein 'Historiker von Fach, ^sondern auch dem Laien, sofern nur aufmerksam die Zeit, in der er lebt, beobachtet, ist es bekannt daß.sichzwei unmittelbar aufeinanderfolgende' Epochen schroff und feindlich gegeit^; überstehen und daß es "dehn einer dritten vorbehalten b\ eibt, aus- -dlescii ■ Gegensätzen die■'Synthese zu schaffen. Diese Synthese isC dann die schöiK ferische Le;stung dieser Epoche. Eine solche dritte Epoche stellt das heutige moderne Judenlum dar. Um die zwei vb-rangegange-rien/ zu kennzeichnen, genügen die beiden Schjagworte: * . Jüd?sche -Aufklärung'* und Zionismus, llenn wenn es auch heute noch jüdische Menschen gibt, für die das Weltbild M'endelsohns' das für ihr Leben maBgehende ist. so wird man 'nicht leugnen können, daß die 'Entstehung dieses Weltbildes wenigstens nicht -vbn '• heute.' und• gestern.istwir .selbst anderseits werden zugeben, daß der Zionismus, wie sehr wir ihn,auch leben, doch nicht das Resultat unseres Lebens* ist. Wir haben Ihr: nicht crfcäirpf'. sondern haben., ihn von der vorigen Generation der -Herz.lgeueratioii übernommen. v Wir brauchen das Bekenntnis des Zionismus-nicht nicht zu erkämpfen; <!eß dieser •Begriff sein Absurdes - verlöre -und die Wänme von Ghuben und Hoffnung herkäme, dafür kämpfte ' cjbcntfferzl. und seine -Gene-railcn. Wir können unsern? '"Kräften.schon neu3/Ziele «erzen. J)cr Z'o-nsmus als Idee ist unser Besitz und wir. suchen'die zionisiische Arbelt. Wei: sich .also der Zionismus bereits im Stadium der' E-ealJsr-tioh'befndet, ^lie das schlagendste Argument gegen die Grunde seiner Gegner ist. sofern sie" diese Gegengriin.de auseiner wahren Liebe zum -Judentum' vorbrachten. - ist' diese Kampfstellimg, die der Zionismus der - jüdischen Auf kl ärung' ge gen über c"nnehm. politisch nicht' mehr :so nötig wie damals. Vor allem ist sie sachlich nicht nötigt und war es,/ wie' wir heute sehen können, niemals. Denn Mendelsohn war. niemals ein Gegner des Zionismus, konnte dies schon aus dem einfachen Grunde nicht sein, weil er ihn nicht kannte. Wenn .Gelger Jerusalem ohie Idee .nannte, so wäre diese Formulierung der adäquate Ausdruck der Zionsliebe gewesen, die Mendelsohn empfand. Erst den Epigonen-blieb es vorbehalten; diese {Eormulierueg im Sinne:. •,.Jerusalem', ist" n u r eine Idee", zu gebrauchen. Viel mehr" ist in der Genera-icn i Mtudelsohns eine" tiefe Liebe; zum Juden nun mäehfV gewesen,; Areri? anders ihre großen Leistungen, auf dem Gebiete jüdische**' Wissenschaft und' >iiJ?scher Gcmem-3^Organisation verstandlich - sein sollen, i Und wir brauchen auch vorn Sr?.r dpunkt unseres Naticvaismas keinen AnsioS :, y ruhten an -de:'U kos:-n.)po!itischen"Weltbild, in das diese Generation ihre Liebe -ehrorduele. •' Sie g«ng hier mit dem Deutschtum ihrer Zeit Hand in fiend. Damals glaubte'man nach in Deutschland, daß Kultur und - Charakter der den :-s eben Nation unabhängig: sei von" ihren politischen Schicksalen. Bezeichnend für diese Einstellung ist ein Gedicht Schillers., benannt ..Deutsche Cröi?ek\ Darin fragt der Dichter:: jetzt, da der stolze Sieger seinen Fuß auf den Nacken Deutschlands*setzte, seine Fürsten dem fremden Gewalihaber tribiitpjrcht'g sind. Deutschland besiegt und gedemütigt ist, kann s'eh jetzt dieses Deutsehland noch fühlen? Antwort: ja. Denn seine Größe ist nicht an des politische Schicksal gebunden, seine Größe ist seine Literatur, seine Kunst, seine Philosophie und Deutsch sein, heißt Weltbürger sein. In dieser Weise hat auch Mendelsohn