Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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114 Bericht der Delegation des Weltverb an des In allen fäilen ist es zu empfehlen, daß die ESH. immer genaue Berichte über <fe Durchführung der Hilfe bekommt S. Die Kosmission ist der Meinung, daß die ESH. jhre Prinzip:en und Idee den StuSaitcngruppen ganz klar bekanntgeben und darauf bestehen soll, daß in äüm Angelegenheiten, die in irgendeiner. Weise die ESJH. be» treffen, dies^e Gruppe unpolitisch handeln müssen.- 3 " 9. Die KoOTrission möchte die ESrl darauf aufmerksam machen, daß viele Flüchtlin^tudenten noch immer in Konzentrationslagern weilen -und. empfiehlt der ESH., daß S'e versucht, diesen Studenten #die Möglichkeit zu geben, aus diesen Lagern zu kommen und ihnen auch in PaB-und solchen Angelegenheii^^ehMich- .'zu sein.;; - '; II. Minwitats^^p^f - :V , 4 Studenteaarnioritäten sind jene Gruppen von, Studenten, die durch Sprache und ^Ikszugehöngkeit zu einer völkischen (;ruppc> zusammengeschlossen sM und der .Mehrheit der Bevölkerung des Staates nicht an*- gehören. - > - -v;.v:? - , i '. •*->•. 1. Im AllgBHeineri scheint es dringend notwendig, daß den Minoritäten in allen Länton die Möglichkeit gegeben wird, selbständige wirtschaftliche OrgaHisaaawien zu schaffen., r-•. v :.y; (;r 2. Bestehen solche, so sollen sie von der ESH. direkt unterstützt werden und d|e soll das Bindeglied zwischen allen bestehenden ,WirtschaftsorgänisÄjnen sein;!1- 4 . V '; v. * " 3. Bestehes keine Minoritätswirtschaftsorgänisatibnen, dann soll getrachtet werden, solche zu gründen, -und sie durch Selbsth lfccinrichtungen selbständig zumachen. , , 4. Sind die Minoritäten zu gering, dann sollen die beireffenden Minoritäten in Rahmen der bestehenden Wirtschaftsorganiationeri bei der Unterstützung berücksichtigt werden.. V, - - 5. Es "emjaaehlt sich, wo möglich gemeinsame Zusammenkünfte und Beratungen alte bestehenden wirtschaftlichen Organisationen in einem; Lande abzuhalten um in gegenseitigem Gedankenaustausch die Erfahrungen der Einzelnen tarnen zu lernen; bei diesen Gelegenheiten soll die engste Fühlungnahme mit der ES-H. gepflogen werden. r - . 16. Einzelne Unterstützungen sind im allgemeinen zu vermeiden, doch werden sie marahmal unerlässlich sein,* Beilage D. /;; ' Vorschläge, die von den unterzeichneten Mitgliedern der Kommission IV nachträglich angenommen worden sind, .die als Leitfaden für die künftige Unterstützungsä#eit zur Kenntnis der Exekutive der ESH. vorliegen. - I. Flüchtlingsstudent. Ein Flüchtlingsstudent ist jeder, dessen persönliche Freiheit in der Heimat bedroht ist, deshalb im Ausland studiert und unterstützungsbedürftig ist * IL Minoritätsgruppen. Bei der Unterstützung dürch die ESH. wird auch auf jene Studenten der Mmderheii^sruppen hingewiesen, welche zwar jn ihrer Heimat leben, jedoch an ihrer Hochschule nicht studieren können, im Auslande ihrem Studium obliegen md vollkommen bedürftig sind. Körber m. p. «Oesterreich), Dr. Melnyk m. p. (Ukraine), W. Bonscy m. p. (Amerika), Cdeorg Wolf m. p. (Ungarn), T. Zamoyski m. p. (Polen), Bystorff m. p. Üiass. Emigr.), Simon m. p., Steinig m. p. (jüd,'Delegierte).