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Der jüdische Student · 1923-07-01 · Heft 4 (Juli 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 4 (Juli 1923)
Date
1923-07-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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HO Bericht der Delegation des Wcltverbandes gramenpmbicmc. Kom. V. Studentinnenarbeit. Korn. VI. Internationale Beziehungen.* In der Kommission I und Iii war -die jüdische Delegation durch -Koll. Cejf&i, in der Kommission IV. mit Rücksicht auf ihre besondere Wichtigkeit im jüdische Studenten durch 2 Delegierte, Koll. Simon und Steinig vertreten. * Die Beschlüsse der Kom. I, die von großer Wichtigkeit für jüdische Studentcnsrganisationen sind, liegen im Wortlaut bei. (Siehe Beilage B.) In der Kommission IV. spielte sich der Kampf in der Hauptsache .um die Dciimiion des Begr ffes ..Flüchtling" ab. Während -einerseits die Vertreter der Länder, in denen die Numerus-clausus-Bewegung herrscht (Ungarn, Oesterreich, Polen, Rumänien, Lettland)' eine Definition vorgeschlagen haben, wdiche die vom Numerus-clausus Betroffenen vom Begriff „Flüchtling" bzw.. „Emigrant4* ausschließt, mußten wir darauf bestehen, daß diejenigen Slndenten? die ihr Land wegen der Aufnahmebeschränkungen an den * üochsch'ilsn verlassen mußten, zumindest als Emigranten zu behandeln und demgemäß zai unterstützen sind. Da die Kräfte in der Kommission IV. so verteilt waren, daß keine Majorität für den einen oder den anderen Vorschlag zu erreichen war, wurde der Beschluß über die Definition nicht gefaßt und (öer Bericht an die Konferenz (Siehe Beilage C) ohne Definition " erstattet. Unsere Vertreter in der 'Kommission IV. haben deshalb mit allem Nachdrudk darauf bestehen müssen, daß die vom Numerus-clausus Betroffenen als Flüchtlinge bzw. Emigrantenbezeichnet werden, da im widrigen halte diese Studenten nicht nur von der wirtschaftlichen Unterstützung, sondern mit der Annahme des Antrages der Numerus-clausus-Verfechter auch ein Werturteil der Konferenz gefällt worden wäre, welches besagen raürde, daß die Numerus-clausus-Studenten nicht zu den Verfolgten und Enircclucien gehören und daß ihre Lage n cht schlecht und sie selbst nidk unterstützungsbedürftig sind. Die Diskussion über die obenerwähnten Definitionen war in allen Sitzungen eine Abrechnung mit den antisemitischen Elementen und geschah vor den Vertretern aller derjenigen Länder. Sä den Numerus-clausus verwerfen oder ihn nicht kennen. Auf Anregung des Konferenzpräsid'ums wurde nach Schluß der Konferenz in e'imer Sitzung, an der sich die Mitglieder der gewesenen Kommission IV. beteiligt haben, einstimmig der Beschluß gefaßt, der Gfener Exekutive als RicluMe für ihre Arbeit im künftigen Jahr zwei Defin'tionen betreffend i. Flüchtlings- und 2. Numerus-claus-u^-Studenten zu übermitteln. (Beilage D). Diese Definitionen tragen Rechnung dem Standpunkt, weienen unsere Delegation in den Kommissionssitzungen eingenommen hat. Vor d>an Plenum der 'Konferenz wurde ein Bericht im Namen des Weltverhandes und der einzelnen, angeschlossenen Organisationen durch KolL Ste'nig erstattet. Der Bericht enthielt eine grundsätzliche Erklärung über die ganz 'besondere Lage der jüdischen Studenten in verschiedenen Ländern, die wirtsrftaftF.che und kulturelle Tätigkeit der einzelnen Landc-sorganisa- . tionen unl die Formulierung des Verhältn'sses des Weltverbandes zur ESR.. zu toen Crundsäizen und zu ihrer Tätigkeit. Für die Aufklärung der Konferenzteilnehmer über die Lage der -jüdischen Studenten sorgte die Delegation durdi die Verte'lung von Berichten über die Tätigkeit des Weltverbandes sowie der polnischen und österreichischen Landesorg.inisat'onen. Bemerkenswert ist. daß die ungarische Presse gegen die jüdische Delegation wegeai "hrer Stellungnahme in der Numerus-ela-usus-Angclegenheit eine lietzkampugne eröffnet hat und d'ß wir uns deswegen genötigt sahen, an das Präsidium der Konferenz ein Verwahrungsschreiben zu richten, welches Kol). Simon auch im Programmkom'tee zur Sprache gebracht hat. Die ungarische Pkleg-ition gab d:r: uf vor dem Plenum c'ne diesbezügliche bedauernde FiitJärung ab. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die e»-i< Reiche* Tct'gkcit der Delegation den einzelnen jüdischen studemisdkm Organ:*:* tionen, d"e m't der FSV. aus verschiedenen * runden nicln i-n V-trhindiing ireten konnten, d'csen Kontakt gesichert hat, daß in de.f1 Angelegeneit d*r Numerus-clausus-Studenten der Standpunkt der Delegation durchgedrungen ist, daß die "Delegafon. soweit sie es mit ihrer allzugeringai Zahl von Delegierten (3 jüdische Delegierte gegenüber 22 aus-

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