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Der jüdische Student · 1923-07-01 · Heft 4 (Juli 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 4 (Juli 1923)
Date
1923-07-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Iii gesprochen antisemitisch gerichteten Vertretern) .tun konnte, gute Aufklärungsarbeit geleistet hat und daß die Anerkennung des Weliverbanücs der * jüd.sehen Studentenschaft erreicht wurde. Beilage A. ■ , * Hochwolgeb. Herrn Konrad Hoifmann jr., Generalsekretär der European-Student-<Relief, Budapest. Euer Hochwolgeboren! Sehr geehrter Herr Hpffmann! f_ Wir haben dem Rufe der ESR. Folge geleistet'und sind zur Konferenz gekommen, um an dem Werke der Liebe und Völkerversöhnung tätig mitzuwirken und unseren Teil zur Verwirklichung der hohen Ideale der ESR. beizutragen. - Wir wollen alles vermeiden, was die ohnehin schwere Probleme, vori denen die ESR. steht, noch komplizieren könnte. Wir müssen aber mittel- . f;len, daß wir in der Eröffnungssitzung der Konferenz in der Technischen Hochschule in Budapest nicht hätten teilnehmen können, ohne Protest einzulegen gegen aiic Unrecht und Verfolgungen, die unseren {jüdischen Kollegen an ungarischen Hochschulen zugefügt werden. Wir konnten nicht umhin, aller dieser jüdischen Kollegen zu gedenken, die in dem Momente, da wir an der IVi-erl chkeit in der Budapester Technischen Hochschule teilnehmen, als Entrechtete abseits bleiben mußten in dem Bewußtsein, daß sie sowohl von dem Besuche 'der Hochschulen, wie auch von den Zusammenkünften und Beratungen d^r Studentenschaft der ganzen Welt gewaltsam ferngehalten werden. Mit diesen unseren Brüdern fühlen wir uns in ihrem Unglücke stets"verbunden und solidarisch und ihnen vor aliem gelten unsere Gedanken und Gdühie im Moment der Könferenzeröffnung. Es ist die Achtung vor dem Werke und den Idealen der ESR., die uns bewegen, an den Leicriichkcitcn der Eröffnung teilzunehmen. > W\r bitten Sie als Generalsekretär der ESR. unsere Mitteilung zur Kenntn.s zu. nehmen. % ' genehmigen Sie die Versicherung unserer größten Hochachtung, mit der wir zeichnen als Vertreter des Weltverbandes der Jüdischen Studentenschaft. . , Simon m. p. Steinig m. p. Cejtlin m. p. Beilage B. Bericht der Kommission I. Die Kommission ha* die Trage behandelt, welcher Bedarf für die weitere Arbeit defMiuropäischen Studentenhilfe in einzelnen Ländern besteht und ist dabei zu ioigoüdem Ergebn.s gekommen: I.Wirtschaftliche Hilfe. Bei der Wckcr#arbeii der Europahüie ist darauf Rücksicht zu nehmen, daß sich d'e Wirtschaft!'chen Verhältnisse in den einzelnen Ländern, in denen die Europahilfe arbeiret, in dem letzten Jahre sehr, verschieden entwickelt haben. Einige, z. B. Tschechoslowakei, Oesterreich usw., haben ihre wirtschaftliche Lage weiter befestigt, während andere, vor allem Deutschland und Polen in immer größere wirtschaftliche Not geraten sind. Weiter ist zu berücksichtigen, daß die nationalen Studentenschaften der meisten Hilfe empfangenden Länder durch die Unterstützung der Europäischen Siudentenhiife eigene, selbständige studentische Wirtschahseinrichtungen geschaffen haben. Solche Selbsthilfe-Organisationen fehlen fast ganz in den südsteuropäisehen Ländern und für die meisten EJüchtlingsstudenten. Grundsatz für die Weiterarbeit der Europahilfe sollte sein, in den Ländern, wo studentische Selbsthilleinrichtungen bestehen, in erster Linie diese

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