Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Arbeit des Bcrufsressorts Dieser Unterbau konnte am i-eichfesten. natürllchslcn und besten durch eine Fusion mit dein Blau-Weiß (für die natürlich noch viele andere f min de sprachen), geschaffen werden, Diese Fusion ist mißglückt, nicht an ihrer inneren Lmmöglachkeit — das ist durch das Beispiel/mehrerer V-crhmdungem die trotz der Kürze der Zeit und trotz äußerer entgegengesetzter Emw<irkungen wirklich fusioniert haben, bewiesen —, sondern;?n persönlichen Unzulänglichkeiten. Diese in den Personen begründeten .Hemmungen bestehen heute und in absehbarer Zeit fort. Es gibt bei der Struktur des Partners 'keinen Weg'um sie herum. Der Gedanke einer S'usion des KJV.s mit dem Blau-Weiß ist. trotzdem er keinen Deut yoii seiner Richtigkeit eingebüßt hat, daher auf absehbare Zeit tor. Wenn wir also zionistische Jugend bleiben wollen, d. h. wenn wir uns unser Mandeln nicht von unseren Mängeln, sondern nur von den zionistischen Erfordernissen vorschreiben lassen wollen»'so müssen. wir den zweiten, ungleich schwereren, mühevolleren, und ungewisseren Weg gehen, den Weg zu eigenen Jngendgruppen. d. h. den Weg znr Umgestaltung der Verbindungen zu Bünden iin Sinne des KJB. Blau-Weiß, wo es nur möglich ist. Diese Forderung, das sei ausdrücklich betont, wird nicht zur Sicherung des Nachwuchses erhoben. Es ist -sicherlich auch heute noch möglich, mit den alten.Keilmethoden, Menschen zu erfassen, denn es hat sich überall dort, wo'das Keilen energisch angepackt worden ist. gezeigt, daß es noch Keilfiixe und wirkliche Ässim-iiamen gibt. Aber das Karteil wird dann günstigstenfalls ein zionistischer Klub sein, der vielleicht der deutschen Landsmannschaft weiter gifte" Ortsgruppcnarbciter liefern wird, .das. aber dann endgültig aus den Reihen der zionistischen Jugend austritt und für den Aufbau nichts mehr zu bedeuten hat. Die Schwierigkeiten, die sich diesem Wege entgegenstellen werden, liegen auf der Hand. Wir werden jahrelang Geduld haben müssen and der Weg zum. neuen Kartell wird schwieriger und länger sein, als es der Weg zum alten gewesen ist., Aber wir mnissen diesen Weg gehen, weil wir gar nicht anders können, wenn wir uns nicht selbst aufgeben weilen. Es ist heute noch'nicht an der Zeit, über die Oruiidz-iige dieser zu schaffenden Jugendgruppen zu'sprechen. Der Zweck dieser Zeilen ist nur. diese Frage noch einmal zur Diskussion zu stellen, obgleich der Kartellfag" sie bereits bejahend, entschieden hat. weil die Haltung vieler Bundesbrüder .darauf schließen läßt. daB sie die entscheidende Wichtigkeit dieser Frage nicht beiahen. Zur Arbeit des Berufsressorts. Von J u 1 i u s M i c h e 1 ss (Hasnionaea. Berlin). Die Schwierigkeiten des Berufsprobiems des KJV. -sind in der Struktur uts Kartells begründet: Die überwiegende 'Mehrzahl der Menschen, die d.^ Kartell gewinnt, befindet .sich bereits bei - ihrem Jim tritt in das Karl eil In der Vorbereitung für einen - für Palästina meistens unbrauchbaren -•- Beruf und ihre Berufsentseheidmig. die gewöhnlich■ ganz kurz "voj* ihren-! E;;unü -emlgt. ist von irgend welchen Rücksichten auf Palästina nicht beci?K:uß{ gewesen. Die erzieherische Aufgabe des Kartells ist dann zuerst, diese fingen Bundesbrikler überhaupt erst zu Zionisien zu .inachen. d. h. sc so zu erziehen, daß Zionismus für sie ■■persönliche Verpflichtung und a cht nur Bekenntnis bedeutet. ■■Dieses Erziehungsziel, dessen' Erreichung aliein Kriterium für die Auf- ■;. -heaer fül'ung des heutigen Kartells sein kann, wird von der Mehrzahl <:vr Bundesbrüder erst erreicht sein, wenn sie sich berufs- und altersmäßig' bereits in einem vorgeschrittenen Stada um befinden. Eine radikale.. Be-