Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3537599-3537778-3537781--5871-3543997- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
iL -TTTTTi •JMJJ«-llJ£&! OTEDUSGEnS ßöT3JEDI3^rfflJ | BlßiwSCBn^iff^ Bli KÄB^lMS I jriJIPIiCKE® ^^RlBIfcOlTtf&BJff " H:BEIA1J8ÖB€5®®BM ^€&fs ^m3iL§iii>iu>i n»s>® kJlto; im berkIn | 20. Jahr. Mai 1923 * Heft 3 Jugendgruppen des Kartells? | Von Julius M i c Ii eis (nasmonaea. Berlin). I s Die Aufgabe einer zionistischen Jugendbewegung kann einzig uttd | aliein durch die Erfordernisse des Zionismus bestimmt werden. Der I Zionismus erheischte in -der Vorkriegszeit von dem Einzelnen" im wesentl liehen nur das ISekenntn-is zu seinem Programm und darüber hinaus Arbeit | -für die Werbung neuer Bekenner, Diese Dinge konnten getan werden, ohne | daß das Leben des Einzelnen die ausgetretenen Ol eise der herkömmlichen. | Laufbahn irgendwie zu-verlassen brauchte. Ein Widerspruch zwischen l Programm und Leben war nicht vorhanden, obgleich sich d s bürgerliche/ I Leben des Zionismen in nichts von dem des Nichtzionisten unterschied. Die I Frage der Uebersiedlung war kaum problematisch. Sie war kaum mehr I als ein Thema für Träume und Lieder. | Die Dinare liegen heute grundlegend anders. Der Zionismus ist in die 1 Phase der Verwirklichung getreten und die Probe aufs ExempeL die über I alles entscheiden wird, hat begonnen. Wo sich auch der Einzelne bef Briden mag. sei es im Gahith. sei es in Palästina, so muß, wenn er seine f Pflicht tut, der Aufbau Palästinas entscheidend und gestaltend in sein Leben! eingreifen, denn er fordert entweder seine Uebersiedlung oder, wenn dies l nicht möglich, ist, eine <o intensive Tätigkeit im Galuth, daß sich sein Leben f merkbar von. dem der Nichtzionisten -unterscheiden muß. Für die Aufgabe, die der Zionismus vor dem Kriege forderte, konnte r man Menschen erziehen, die im Alter von 20 Jahren in das Kartell eintraten i\ und-deren Lebensweg durch die Berufswahl bereits festgelegt war. Man l könnte sie zur Anerkennung des zionistischen -Programms erziehen und '< konnte aus ihnen ausgezeichnete Ortsgruppenarbeiter machen. Die beiden l Kartelle erfüllten ihre zionistische Aufgabe: ihre Struktur stand ihrer Auf- . Eabe nicht im Wege, im -Gegenteil, s'e war dafür vorzüglich geeignet. Heute liest'das anders. Wir müssen heute die Möglichkeit haben. aber, die beruflichstärksten^ angespannt sind und die dazu nur wenige Semester in verschiedenen Verbindungen ..erzöge))" werden, sind nur in den alierseltensten Fällen noch in dem Maße beeinflußbar und — sei e^ wir aus äußeren Gründen'-- fähig, sich so umzustellen, wie es die Aufgabe des Zionismus heute erfordert. Dazu müssen wir ganz junge Menschen ■'ahrelang wirklich' erziehen können, .kurzum, wir müssen unbedingt den Unterbau von Jugendgrtippen haben. : . ,