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Der jüdische Student · 1923-03-01 · Heft 2 (März 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 2 (März 1923)
Date
1923-03-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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46 Beriebt über den a.-o. K.-T. soll seine Entscheidungen nach Anhörung der K.-T.-Organisatiün »reffen. 2. Der K.-T. hält es für notwendig daß der zionistisch-verderblichen Entwicklung des Blau-Weiß mit aller Entschiedenheit entgegengetreten wird. Er fordert daher prinzipielle Auseinandersetzung mit der Ideologie des Blau-Weiß. Er empfiehlt die Schaffung besonderer Jugendgruppen an den geeigneten Orten. Die vom Blau-W-eiB eaugeleiieten wirtschaftlichen und sonstigen zionistischen Maßnahmen dürfen nicht länger die stillschweigende Billigung der zionistischen ^Öffentlichkeit erhalten und ausnutzen. Er verpflichet die Bnndeshrüder. jede private Unterstützung der Blau-Weiß-Aktionen zu unterlassen. . Antrag Jonas (dem Präsidium hn Anschluß an den Brie} des Blau-Weiß zur Ausführung übergeben): Der K.-T. erkennt der zionistischen Oeffentlichkeit das Recht zu, Aufklärung über die sacMicben Vorgänge, die zur Defusion führten, zu verlangen und billigt alle Schritte, die zu einer solchen, im Interesse der zionistischen Anständigkeit und Verantwortlichkeit liegenden, -sachlichen Aufklärung führen. s Iii. Die Altherren-Fraxe. Von S i e g b e r t Stein. Durch die Entwicklung der letzten Jahre hat sich die Stellung der Akherrcuschaft im Kartell völlig verändert. Dadurch, daß das-Kartell Immer größer wurde, ferner dadurch, daß eine Jugend aufkam, die in vielen Einzelheiten anders dachte, als das (kos der Alten Herren, wurde die Altherrenschaft in ihrem Einfluß auf das Kartell immer mehr zurückgedrängt Zu diesen Gründen kam ein weiterer, der nicht abgeändert werden kann. Arbeit in den Korporationen heißt Erziehungsarbeit, für Erziehimgsarbeii;st aber stets nur ein kleiner Teil der Menschen befähigt und geeignet. Der Alte Herr, der nicht als Erzieher in der einzelnen Korporation tätig sein konnte - - und das traf auf die große Mehrzahl der Alten Herren zu — sah sich, da seine Verbindung zum Kartell immer nur durch die einzelne Kartellkorporation führte, vom Kartelleben abgeschnitten. Diese Situation wurde von den Alten Herren in den letzten Jahren wohl gefühlsmäßig, «.-her noch nicht bewußt erkannt. Erst die Fusionsbestrebungen mit dem Blau-Weiß, insbesondere die Art der Durchführung dieser Fusion, machten der übergroßen Mehrzahl der Alten Herren klar, in -welche unerträgliche Situation sie geraten waren. Sie fühlten, daß sie. von wenigen Ausnahmen abgesehen, kaum noch Einfluß auf die Gestaltung des Kartellebens haben konnten, ja daß sie von einem großen Teil der jüngeren Bundesbrüder als überflüssige Belastung empfunden wurden. Aus dieser Stimmung heraus entstand unmittelbar nach Abschluß der Fusion der Erich-Rosenkrauz- Band. Andererseits machte sich unter einem anderen Teil der Altherrenschaft, wie -wir glauben, in, ihrem größeren Teil, das Bestreben geltend, ziciner anderen Stellung der Altherrenschaft im Kartell zu kommen, ohne den 'Zusammenhang mit dem Kartell zu verlieren. Darum taten sich ebenfalls unmittelbar nach dem Fusions-Karteiltag eine Reihe von Berliner- Bundesbrüdern zusammen, um eine derartige Neugestaltung der Altherren- -;lr.n*t des Kartells in die Hand zu nehmen. Ucber dieses Thema wurde in c'nigen Sitzungen des Berliner BV. beraten, in einer Sitzung auch eine Aussprache mit den Mitgliedern des Rosenkranz-Bundes herbeigeführt, rs zeigte sich, daß z. Zt. nicht zu erreichen war. daß der Rosenkranz-Bund eine organisatorische Sonderstellung aufgab. Dagegen ging die Stimmung;n der Altherrenschaft ganz einheitlich dahin, eine Neuregelung ihrer Stelling im Sinne der Autonomie der Altherrenschaft herbeizuführen. Wie wir später feststellen konnten, war auch die Stellung der Bundesbrüder in der Provinz, soweit sie sich überhaupt mit dem Problem beschäftigt harten, mit Ausnahme der Königsberger Alun Herren, dieselbe. Infolgedessen wurde 'n einer Versammlung des BV. Berlin am 20. Januar 1923

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