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Der jüdische Student · 1923-03-01 · Heft 2 (März 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 2 (März 1923)
Date
1923-03-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Bericht über den a.-o. K.-T.. als bisher verwirklicht werden müsse. — Bei einer Anzahl der um-er.!« Bundesbrüder machte sich eine starke Abneigung* gegen die scharfe Auseinandersetzung mir dem Blau-Weiß bemerkbar, indem darauf hingewiesen wurde, daß man der Oeffentlichkeit nicht eine derartige Zerrissenheit der zionistischen Jugend zeigen dürfe, daß man abwarten müsse, wie der Blau-Weiß sich selbst ändere, und daß schließlich das Kartell heute mit sich selbst genug zu tun hätte. Es ist hierzu, obgleich es aus dem Rahmen eines eigentlichen Berichtes etwas herausfällt, zu bemerken, daß die Forderung nach der Auseinandersetzung mit dein Biau-W e.i.'», w.c sie der Karteiltag beschlossen hat. vielfach zu Mißverständnissen Anlaß gab. Kein Bundesbruder, der auf dem Kartelitag für diesen Antrag sprach, lehnte den Blau-Weiß als solchen ab. Wogegen man sich wandte, das war die prinzipielle Einstellung des Blau-Weiß, diese Hypertrophie des Bundesgedankens, das war schließlich die heutige Leitung, die durch das Auftreten während der Fusion gezeigt hatte, daß sie aus Menschen besteht, die im Verkehr mit Nicht-Blau-Weißen als höchst unzuverlässig bezeichnet werden müssen. Das Kartell ist im letzten JSt. über die Tatsache der Fusion aufgeklärt worden. Eins hat sich für uns als sichei herausgestellt, daß wir es mit Menschen zu tun hatten, die Vereinbarungen trafen, um dann, als sie sahen, daß ihr Bund diesem Abkommen nicht gewachsen war, zu sagen, es sei rieh: s»> e,cmei.m gewesen. Leider hat inzwischen die Führertagung des Biau-W eiß dieser Leitimg das Vertrauen ausgesprochen und sie damit gedeckt. Wenn wir vorher noch eine Trennung zwischen der Leitung und dem Blau-Weiß vornehmen konnten, so ist dieses heute daher nicht mehr möglich. W ir müssen uns darüber klar sein, daß der Blau-Weiß kritiklos den Berichten der Bundesleitung Ulauben geschenkt hat. Wir müssen uns ferner darüber klar sein, daß es unsere Pflicht ist, gegen dies Bund in seinem heutigen Zustand jetzt aufzutreten. Mine Zusammenarbeit mit der heutigen Blau-Weiß-Leitung kommt aus zionistischen und menschlichen .(iründen nicht in Betracht. Auch würde der Blau-Weiß mit seinem künstlich erzeugten Kraftgefühi und seinem Mangel, mit Rücksicht auf das Oanze auf Eigenheiten bestimmter Art zu verzichten, jede andere Haltung als Schwäche deuten, was ihn auf seinem Irrweg nur bestärken könnte. Letzten Endes haben wir aber selbst zu viel eigene Aufgaben.* um unsere Zeit und Energie damit zu verschwenden, daß wir unser Herz an eine Sache hängen, die eben, mag sie auch noch so schön erscheinen, aussichtslos ist. Jn den Beschlüssen des Ka'rtelltages kam auch die Stimmung zum Ausdruck, die das Kartell von jeher gegenüber den \\ irischansmaßnahmcn des Blau-Weiß ziemlich einheitlich .beherrschte. Wir hatten immer anerkannt, daß in diesen Maßnahmen ein richtiger Kern enthalten sei. daß die ganze Sache aber für uns unannehmbar werde, w eil s'e in eine Organisation von Kindern am allerwenigsten hineingehöre. Diese Gedankengänge brauchen im einzelnen nicht begründet zu werden, weil es hier Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Kartells nicht gab. Mit Rücksicht hierauf hatte das Fusionspräsidium gefordert, daß das Wlrtscharts- «nnt des Blau-Weiß von diesem getrennt und neutral geführt werde, eine Forderung, die der Blau-Weiß seinerzeit bewilligt haue. F< liegt in d.r Konsequenz dieser Auffassung, wenn wir uns heute vnii diesen Dingen bewußt fernhalten und nichts dazu beitragen, daß das fmsche Vorgehen des Blau-Weiß durch uns bestärkt wird. Die Stimmung der Majorität des Karteütages kristallische seil in* folgenden Anträgen: A iura g B i i e s k i •■- F r a u z .M e vor: Der K.-T. stelh für d - nächste Arbeit des Kartells folgende Richtlinien fest: L Der K.-T. ermächtigt d;c Verhir.Lmgen. die;e:.:gen Bestimmungen der vorläufigen Verfassung des X .1B. Biau-W e:ß in sinngemäße: Anwendung zu übernehmen, deren Finführung ihr.cn für die Fu:^.:'.- Lmg ihrer Arbeit notwendig erscheint. Die FluL.hrung solcher Bestimmungen bedarf der (-«enehmigung des Präsidiums. Das P: NMia-<

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