Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 2 (März 1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Bericht über den,a. o. K. T. 43 Acndert die für uns, das Kartell, die Bewegung unerträg- * liebe Situation! Tut Eure Pflicht! Das vorläufige Präsidium des Altherrenverbandes des KJY. Felix Rosenblüth. Siegbert Stein. Mariiii Herzog. Walter Katschke. Heiiu Lcvlnsuhn. Ernst Pinner. Arthur Stein, Siegbert Wolff. Hans Zamory. Bericht über den a. o. K. T. vom 11. Februar 1923 in Berlin. Der Kartclltag wurde geleitet von den Bundesbrüdern Biteski und Herbert Fnorder, Zugegen waren sämtliche Verbindungen und Bezirks verbünde außer Halle. Tablinen, B. V. Obe^chlesien, Nordbaden. Hannover, Rheinl. Westfalen: ferner eine große Ar.zahl Berliner Bundesbrüder. i. Die Fasionsdebatte. von Paul Hirsch. Nach eine Bericht von Leo Rosenbl üth, der für das Präsidium die Vorsänge, die zur Fusion und deren Auflösung führten, in der aus dem „J. St." bekannten Auffassung darstellte, folgte eine eingehende Aussprache. Allgemeine Uehereinstimmung herrschte insofern, als die Aufhebung der Fusion gebilligt und das Verhalten des Blau-Weiß verurteilt wurde. Soweit jedoch die Verantwortlichkeit innerhalb des KJV. zu prüfen war. gingen die Meinungen auseinander. Auch hier war man sich allerdings darüber klar, daß es sich um Dinge handele, die ihrer Natur nach nicht durch ein Ehrenratsverfahren abzuwickeln seien, sondern nur durch parlamentarische Erledigung auf dem Kartelltag. Die Mehrzahl der Redner machte dem bis zum Fusionskariellta.se im Amt gewesenen Gesamtpräsidium den Vorwurf, es habe die Fusion überstürzt herbeigeführt. Arthur Stein legte den Bundesbrüdern L ö w e n s t e i n . Perl und Leo Rosen b lü t h speziell zur Last, daß sie im letzten Augenblick, als man die Fusion als gescheitert habe ansehen müssen, mit den Mitteln politischer Taktik und durch Erzeugung einer den Voraussetzungen nicht entsprechenden Stimmung die Fusion (gegen ihn und Bileski) durchgedrückt hatten. Er warf den genannten Bundesbrüdern wie auch dem Fusionskartelltag insbesondere vor, daß sie schwer gegen die Bundesbrüderlichkeit verstoßen hätten, indem sie trotz seiner und Felix D a n z i g e r s Warmingen in unverschuldeter Abwesenheit der Opposition die Fusion in die Tat umgesetzt hätten, die unter ganz anderen Umständen vom K.-T. gebilligt worden sei. Nachdem von den genannten Bundesbrüdern eine Erklärung abgegeben worden war. daß sie sich der Fehler und des Mißerfolges, die durch sie veranlaßt worden seien, bewußt seien und daß sie mit Rücksicht auf die Verantwortung, die sie zu übernehmen hätten, und in dem Gefühl, daß das Vertrauen des Kartells zu Urnen erschüttert sei. sich ans diesen Gründen nicht in.hr zur Wiederwahl in e-iu neues PraV.dium stellten, kle't der K.-T. diese Angelegenheit für ausreichend geklürr und lehnte e neu Antrag von Arthur Stein ab. durch welchen den drei noch ausdrücklich die Mißbilligung des Kartelltags ausgesprochen werden sollte. Es wurden zwei Anträge der Königsberger BuruLsbrüder angenommen: .»Der K.-T. stellt fest, daß das bis zum letzten a.-o. K.-T verantwortliche Präsidium die Möglichkeit einer praktischen Durchfuhr:.::g der Fti>i..m