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Der jüdische Student · 1923-01-01 · Heft 1 (Januar 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 1 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Die Ak-HcrrL-m'raL'.e M herrcu-Korporationen beruhen zunächst auf freiwilligem Zusainnicjiscliliil-v von Alten Herren, die mit ihrem Heitritt anerkennen, daß sie in besonderem Maße zionistische Pflichten zu erfüllen haben und sich der Leitung und Kontnil!.; der Althcrrcn- Ko; poration unterwerfen. Die Altherren-Korrorationen bestehen zunächst neben den Bezjrksverbünden. Die EntwickluiMc muß aber dahin gehen, daß .sich alhnählich ihre Grenzen mit denen der Bezirksverbände decken. Diese Gedanken, die, wie bereits gesagt. Eelix Rosenblüth schon auf dem Altherrentage während des Kartelltages entwickelt hatte, sind im wesentlichen auch vom Erich Rosenkranz - Bund übernommen worden. Die Vertreter des Erich Rosenkranz-Bundes erklärten freilich in der Bezirksverbandssitzung, auf ihrer Seite sei der Vorteil, daß sie nicht durch bundesbrüderliche Verpflichtungen gefesselt seien und'daher von dem Recht der Auswahl geeigncier i:nd Ablehnung ungeeigneter Elemente ( hne RütAsicht au; Kartcilbcziclumgc:] freien Gebrauch machen könnten. Demgegenüber ve rtrat Eelix Ri scnbh'iih als Aimiahmeprinzip der Aidicnxrkorporation innerhalb des Kartells die Eordent; g, daß allerdings bei der Auf, ahme in bunuesbrüderlicher Weise' verfahren werden müßte: jeder Bundesbruder, der sich verpflichtet, in Zukunft die Altherreu-Lflichun auf sich zu nehmen und gewissenhaft zu erfüllen, ist in dem neuen Ahherreubunde willkommen. Die Diskussion bewerte sich im wesentlichen um dieses, in den allgemeinen Umrissen jetzt klar umschriebenem zentralem Problem: Trennung von der Jugend oder Aufrechterhältung des Zusaimrenhaltens der Generationen"— Zusammenschluß der Alten Herren im Kartell oder Erich Rosenkranz- Bund? Die Debatte war allerdings vermischt mit einem arideren Diskussionsstoff, auf den Bundesbruder Arthur Stein die Aufmerksamkeit gelenkt hatte. Es handelte sich hierbei um die Drage, ob die liauptverfechter des Eusions^eJankens auf dem Kartelltag im letzten Stadium der Verhandlungen den K. J. V.-Standpunkt angemessen vertreten haben. Diese Drage siieß aber bei der überwiegenden Mehrheit der Versammlung, deren Interesse durchaus auf die Zukunft gerichtet war, auf keine wesentliche Anteilnahme. Die Entscheidung der Versammlung fiel zugunsten der vom Arbeltsausschuß verfochicneu Gesamt-Kartellidee. 1 >'c Anhänger des Erich Rosenkranz-Bundes beteiligten sicli nicht an der Abstimmung; sie bildeten aber ersichtlich eine rel:u!-v kleine Minderheit. In der Abstimmung gaben die anwesenden Bundesbrüder — ihre Zahl betrug etwa 150 — ihrer Leberzeugung Ausdruck, daß die Alt-Merrenfrage innerhalb des Karteils mit Initiative und Energie neu geregelt werden muß; daß überall da, wo einige entschlossene Bundesbrüder die Leitung der .Alt-Herren-Organisation in die Hand nähmen, eine

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