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Der jüdische Student · 1923-01-01 · Heft 1 (Januar 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 1 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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Die AK-Herrem'rage Aktivierung der Alten Herren für zionistische Arbeit möglich sein würde. Die angenommenen Anträge haben folgenden - Wortlaut: ..Die Versammlung Alter-Herren des K. J. B. Blatu-W-afß, die am 20. 1. 23 in Berlin tagt, stellt für die Lösung der Alt- Herrenfrage folgende Grundsätze auf: 1. Der Zusammenhang zwischen Alten Herren und dem K. J.B. ist aufrecht zu erhalten. 2. Die Bezirksverbände konstituieren sich als autonome Organisationen innerhalb des K.J.B. Die Zusammenfassung der Bezirksverbände zu einem einheitlichen Alt- Herrenverbande unter eigener Leitung ist sofort in die Wege zu leiten." Noch am gleichen Abend begründeten die Bundeslbrüder Bileski, Albert Goldberg, Heinz Lewinsohn,' Erich Pinner, Felix Rosenblüth, Egon Rosenberg. Alfred Schwarz, Sigbert Stein. Henry Unna den Alt-Herrenbund „K a d i m a h Ber- 1 i n." In seinem Schlußwort vertrat Egon Rosenbeng 'den Standpunkt, daß sich dieser Alt-Herrenbund übdas ganze Reich ausbreiten und seine Tätigkeit nicht auf Berlin beschränken solle. Diese frage konnte im Hinblick auf die vorgerückte Zeit nicht mehr geklärt werden. Sache der Bezirksverbände wird es sein, zu dem Ergebnis der Berliner Bczirksverbandsver-sammlung Stellung zu nehmen. Die Altherrenfrage. die sich jetzt im Fluß befindet, darf in der nächsten Zeit nicht wieder zum Stillstand kommen. Ziel der Entwicklung ist . anz allgemein gesprochen: Aktivierung der Alten Herren und Aufrechterhaltung des Zusammenhanges mit der jungen Generation. Die Alten Herren werden durch ihre Bezirksverbändc nach wie vor auf dem Kartelltag vertreten sein und auf die Entwicklung des Kartells einen mitbestinnuenden Eiuürß ausüben. In allen Fragen, die lediglich Angelegenheiten der AUcn Herren sind, werden sie autonom sein. Bis auf weiteres sind die alten organisatorischen Gebilde der Bezirksverbände aufrecht zu erhalten. Der Entwicklung muß überlassen bleiben, ob sich der Kadimah-Vcrsuch. der zunächst in Berlin gemacht werden soll, bewähren wird. Wenn, wie wir zuversichtlich glauben, der Versuch gelingen wird, so werden die Re/rrksverbände allmählich verschwinden und kadimahälmHcheii Alr-Herrcubr.nden, vielleicht auch einer einheitlichen, das gesamte Kariellgebiet umspannende Kadimah Placz zu machen haben.' \Yu immer aber die Alten Herren die Initiative ergreifen wollen, um im Rahmen des Kartells neue Ideen zu verwirklichen, soll ihrer Initiative freiester Spielraum gelassen werden. In einem aber muß volle Klarheit und Uebereinstimmung herrsehen: keine Sonderbündelei, keine Absplittcrmiq: vom Kartell!

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