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Der jüdische Student · 1923-01-01 · Heft 1 (Januar 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 1 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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Hie Ak-Hcrremra^e Die Diskussion war in vielfacher Hinsicht bemerkenswert. Charakteristisch war vor allem. daß von sämtlichen Rednern der oben bereits angedeutete Gedanke in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen gerückt wurde: die Fusion ist nur der äußere Anlaß für alle bereits getroffenen oder noch zu treffenden Maßnahmen. Vor allem versuchten die Anhänger des Frich Rosenkranz-Bundes nachzuweisen, daß die Gründung dieser neuen Organisation nicht unter dem Gesichtspunkte der Fusion bewertet werden dürfe: sie stürzten ihre Argumentation \ielmehr auf eine neue und eigenartige Theorie von allgemeiner Bedeutnag. Nach dieser Auffassung trügt der Zusammenhang der äheren Generationen mit der Jugend die Schuld am Versagen der Alten Herren. Schon das K. J. V., so argumentierten Lelever. Martin Asciier und Berthold Cohn, hatte sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer spezifischen Jugendorganisation entwickelt. Damit ist ein Maßstab des K. J. V.ertunis geschaffen worden, der den Bedürfnissen und Arbeiismögliclikein. e »V-r Alten Herren nicht gerecht wird. Schon der Zwang, immer wieder zu den die Jugend bewegenden Fragen Stellung zu nuimcn. sei für fertige Männer bedrückend und hemmend. Am prägnantesten kam dieser Gedanke der Trennung von der Jugend in den Ausführungen von Berthold Cohn zum Ausdruck, Man müsse sich, meinte er, mit der Tatsache abfinden, daß die meisten von uns nicht nach Palästina übersiedeln können. Durch mancherlei Verhältnisse persönlicher oder wirtschaftlicher Art zur Resignation gezwungen, müßten wir uns von der Jugend loslösen, für die Chaluziuth und Palästina erreichbare Ideale seien. Nur dann würden-in uns fruchtbare zionistische Arbeits-Fnergien ausgelöst werden können. Diese neue Theorie, die den Sinn und die Bedeutung der Alten Herrensehan leugnet und nur einen Unterschied zwischen älteren und jüngere]] Zionisten anerkennt, wurde von Bileski. Felix Rosenblmh. Fgon Rosenberg und anderen bekämpft. Ihr wurde der alte K. J. V.-Gedanke entgegengestellt, der gerade im Zusammenhang der Generationen, in der dauernden Verbundenheit äiterer Zionisten mit den lebendigen, treibenden Ideen jungzionisii-cher Auffassungen und umgekehrt in der Finstellung der Jugend auf die vorbildliche zionistische Pflichterfüllung und Leistung älterer Rundesbrüder den auszeichnenden Wert des Alien Herrentums erblickt. Auch von diesen Bundesbrüdern wurde anerkannt, daß die Alt-Herrenfrage neu geregelt werden messe. Fiue Autonomie der Alt-Herrenschaft, aber nicht außerkJb dos Kartells. Mindern innerhalb seiner Grenzen erschien auch ihnen als notwendig. Dieser Gedanke ist vom Präsidium Kreits vor dem Kartell tag erwogen und im J. St.-zur Diskussion;-.sieht worden. Felix Rosenbiüth vertrat insbesondere wieder ^■n von ihm schon, auf dem Alt-Herrentag propagierten Gedanken der Gründung von Altherren-Korporationen. Diese Alt-

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