Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Alt-Herrenirase -> Auf diese Weise können sie mitwirken, die politische Willensbildung der jüngeren Cjcjicratidn zu beeinflussen, sie an zuhalten, Entscheidungen zu treffe;: a::d sich Ja;um zu bemühen, jüdische I)*nv;e nicht .^ehe.n zu la^cn mid die einzelnen Angelegenheiten an Sachverständige abzuschieben, sondern selbst zu versuchen, die Spannung zwischen Wirklichkeit u;;d ideal bei jeder Lebensfrage durch eigene Entscheidung zu über wir: Jen. So kann durch ein Zusammenleben der Aelteren mit den Jüngeren die Politik, nicht als Lehre, sondern als Element des Wirkens im Karxil Platz finden. Erforderlich wird es deshalb sein, daß die Alten Herren e n g s t e E ü h 1 n n g in i r d e n K o r p o r a t i o n e n b e Ii alten im J s i c Ii a u f den K o n v c n t e n u n d sonst mi t d e r J u g e w d a u se i u a n d e r s e t z e n. Durch diese Forderung der Innreren kann es auch eine EorteütWicklung der"Aeiteren geben, in dem Kamp: Jie^r lebendigen Strümungen liegt der \\ ert der Tradition, den d'e Koi;:•>: >t'nij..a haben. Der menschliche Kontakt und die .Möglichkeit wirklicher Freundschaft .zwischen den verschiedenen Lebensaltern, des Jünglings und des ALv.nes ist eine wertvolle Voraussetzung und Frucht der Altherrenarbeit. Diesem Bilde der zusammenarbeitenden Aliherrenschaft und der fiktiven Jugend gegenüber kann die Hoffnung auf eine Lebens z cm e i ns c Ii a f t in einer in sich geschlossen e n A \ t h e r r e n s c h a f t nicht a u f r e c h t e r h a 1 t e n werden. In der Akherreuschan selbst ist J"c Differei^zierurig nach ihren Im er e< •>•.;!. naVn :!.:-•: •/.ioaS'.N/heu Aulii>>i:; c. tmJ z\>nSi>cht.n Arbeitsgebivteil zu Mark, als duü s;e ^.ch;N eine eigene Lebe:}>gemei;tsc 1\afi fühlen körnten. D.:s Fehlen de>» Ke-n;aivs mit der Jagend und die Schwierigkeiten beim Ueberging in den B.rai läßt de.t Sdiwung und die Bewegang eines solchen Kontakts vermissen. Ohne Bewegung kann es auch keine YYerbekraft geben. .Man map» --Wut w.cn eigenen Altherrenverband ablehnen, jedoch aus Gründen der Tradition versuchen, da wo es wertvoll sein kann. Altherrenbi'mde im engsten Anschluß an die Korporation zu erhalten- Die Alt-Herrenfrdge. Zur Sitzung des B.-V.-Beriin am 20. Januar 1923. Die Alt-Hcrrenfrage ist in Eluß gekommen. Das beweisen drei oder vier gut besuchte Versammlungen des Bezirksverbandes Berlin, das beweist die Gründung des Erich Rosenkranz- Bundes. Die Fusion — dies ist die allgemeine Meinung — bot nur den äußeren Anlaß. Alte längst vor der Fusion und unabhängig von ihr empfundene Probleme drängen zur Dösung. Der Bezirksverband Berlin der Alten Herren des K. J. B. hatte für den 20. Januar eine Sitzung nach Berlin einberufen, zu der auch die auswärtigen Bezirksverbände und der Erich Rosenkranz-Bund eingeladen waren. Ein Arbeitsausschuß (Moritz Blieski. Albert Goldberg, Egon Rosenberg. EeÜx Ro<enbiüth, Alfred Schwarz, Siegbert Stein) haue die Sitzung vorbereitet. Zwischen Buudesbruder Egon Roscnberg und dem provisorischen Präsidium des Erich Ros.enberg-dJnndes haue ein Briefwechsel stattgefunden, der in dem gleichen Hefte des J. St. veröffentlicht wird. Trotz der ablehnenden Haltung Danzigers beteiligten sich fast sämtliche Berliner Bundesbrüder, die sich dem Erich Rosenkranz-Bund angeschlossen hatten, an der Aussprache.