Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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25 die Stoffe der deutschen Umwelt als Erziehungsmittel und Arbeitsbeispiel zu benutzen, um die Junten um so tiefer in d'Ie jüdische Tradition hineinzuführen, sondern er sei von seinein L e be n d; gk e i t ss tu n d p un k t fast zu einer ideenmäßigen Ablehnung der jüdischen religiösen und profanen Tradition gekommen. Ernst Simon führte aus, wie diese Einstellung auf alle Genieteter Blau-Weiß-Erziehung übergreife, Insbesondere daß sie eine verhängnisvolle Rolle bei der Konzeption des Chaiuzideals durch den Blau- Weiß spiele. Vom Blau-Weiß sprachen dann noch Martin B a n d m a n n und Norbert El das; letzterer führte aus, warum der Blau-Weiß für die Eusion eingetreten sei und was er von ihr erwarte. Dans Kaufmann berichtete über praktische Erfahrungen in Berlin. Aus der weiteren Debatte sei noch Eclix R o s e n b 1 ü t h's Rede für die Eusion. der Bericht von Hans Jonas über die bisherigen für die Eusion sprechenden Ergebnisse der Zusammenarbeit in Berlin, Dari-zigers Rede gegen die Fusion und das Schlußwort von Leo RosenbJüth erwähnt. Am Dienstag früh beriet der Kartelhag ohne Anwesenheit des Blau- Weiß weiter. In der Diskussion sprachen jetzt vor allem,die Vertreter der Aktivitas, die sich mit Ausnahme von Marcel L e.w sämtlich für die Fusion auf ("rund ihrer praktischen Erfahrungen aussprachen. Dann wurde beschlossen, eine I3 r o b e a b s t i m m n n g vorzunehmen, um dem Knrtelltag Gelegenheit zu geben, die SFmmung der einzelnen Delegierten kennenzulernen und sich insbesondere auch J1: Urteil darüber zu baden, *.\ x die Akti\ lund wie die AEen Herren zar Frage der Fusion sa-:dxa Es wurde KstgestGdt. daß zur Annahme der Fa>u>:i Y\ Majorität -,-rf<a de: lieh sei. l'x IV(dua!\s!i;n;;:mg ergab für die FnGoa 57 >t"m:r;cm dagegen 27 u: j 3 Stimmt n:l:allangen. \'on diesen Stimmen waren!7 Vertreter der Aktivitas für, 15 gegen die Fusion, 10 Vertreter der Bezirksverbände für, 12 gegen. Die Fusion hatte also nicht die erforderliche qualifizierte Majorität erreicht. Folgender Antrag, der von Danziger eingebracht war, wurde abgelehnt: ..Der Kartelltag begrüßt die iüi.g^te Entwicklung im Blau-Weiß, welche die Gnmdlage für ein ireundschanlicbes Zusammenarbeiten der beiden Verbände zu schaffen im Begriffe steht. ^Der Karteiltag ist der Meinung, daß augenblicklich die Form dieser Zusammenarbeit nicht derart bestimmt werden darf, daß eine der beiden Organisationen ihr Eigentum einbüßt. Um diejenige Form zu finden, in welcher das Zusammenarbeiten erfolgen wird, empfiehlt der KartGltag. daß überall, wo die Voraussetzungen dazu bestehen, VJSt.-Corporationen und Blau-Weiß-Bünde sich zu gemeinsamer Arbeit, zur Ausbildung und zionistischer Arbeit zusamuxuschlleiEn sollen. Der KarteL ag sieht in diesem Geist das wertvolle und entscheidende Ergebnis v. :t Beratung." Der Kartell tag wurde auf eine Stunde unterbrochen und dann die e n d g ü 1 t i g e A b s t i m m u n g vorgenommen. Vorher gab Ernst Simon gleichzeitig im Namen einiger anderer Delegierter die Erklärung ab. daß sie bei der endgültigen Abstimmung nicht gegen die Fusion stimmen würden, da sie eine Ablehnung der Fusion gegen den Wunsch der Aktiven für unmöglich hielten. Sie würden sich während der Abstimmung aus dem Saal entfernen. Auch einige Alto Herren verließen den Saal vor der Abstimmung. Dann gelangte der Antrag J o n a s, die F u s i o n . vorbehaltlich der Genehmigung des Statuts, grundsätzlich z a beschließ ein zur nana, a.ta.clua. Abstimmung. Das Ergebnis war. daa 6i Stimmen für die Fa-xa. 0 dageg^i abgegeben wurden, \uihremi 17 Delegierte sich entweder eacienu lauten oder sieh der Stimme enthielten, D a m i t war die Fusion m i t der cjforderlichcn Majorität grundsätzlich a n g e n o m m e n. Es folgten nunmehr die Beratung des provisorischen Statuts, das mit dem Blau-Weiß vereinbart worden und dein Karrelltag vorgelegt worden war. Bileski berichtete einleitend und teilte