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Der jüdische Student · 1923-01-01 · Heft 1 (Januar 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 1 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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19 Gedanke, der eine symbolische Bedeutung für Notwendigkeiten der zionistischen Gegenwart'gewinnen konnte, der neue zionistische Kräfte wecken und frei machen, neuen Schwung, neue Freudigkeit, . neues Pflichtgefühl in den Zionismus hineintragen konnte, ist kompromittiert worden durch die Art, wie er behandelt worden ist. Uncf nicht nur durch diese Art: A\an hat ihn aufgegeben um eines Spieles willen. Denn nicht anders kann ich die Stellung des Blau-Weiß zu den Gesetzen bezeichnen, die ihn dazu bestimmt hat, lieber die Fusion aufzuheben, als die Gesetze aufzugeben. Die knapp bemessene Zeit reicht nicht, um auf den Inhalt dieser Grundgesetze noen einzugciicp, u::J zu /eigen, daß sie keinerlei bleibenden Wert einhaken, w.in man r.ieht ein Lt Derweisungsstatut, eine Machtposition, dx für eine Bundesleitung fixiert wrioe. und die unmögliche Einzwängung jeder menschlichen und zionistischen Entwicklung in einen Jugendbund als Lebenswtrie ansehen wiil. Die Unterscheid*ung zwischen dem unabänderlichen, notwendigen Gesetz und dem unwesentlichen Statut mag für Kinder eine Bedeutung haben. Für Menschen, die den Ernst des Zionismus verstanden haben, erscheint auch dieses Spiel nicht angemessen. Der Zionismus ist eine Aufgabe, die mit männlichem Ernst gelöst werden muß. Auch die Aufgabe. .lugend ZAim Zionismus und im Zionismus zu führen, braucht diese Eigenschaft. Die Betrachtung aller der menschlichen und zionistischen Fehler, die in dieser Fusion zutage getreten sind, zeigt, wie sehr es für alle xinniM.seheu Ziele, auch für die Jugendbewegung, auf unser altes Programm ankommt, das-unser Leitgedanke auch in Zukunft bleiben muß: Das KJV. wiil seine Mitglieder zu Männern erziehen. Die Lehren der gescheiterten Fusion. von Franz M e y e r - B e r 1 i n. Die Präsidiumssitzung des KJB., die in der Nacht vom 22. zum 23. Januar stattfand, hat zu dem Resultat geführt, daß die zu Weihnachten beschlossene Fusion zwischen dem KJV. und dem Blau-Weiß als gescheitert und beendet angesehen wurde.. Die genannte Sitzung war einberufen worden, um eine Reihe von Fragen zur Entscheidung zu bringen, •über die das Präsidium des KJB. bisher völlig ergebnislos debattiert hatte. Alle diese Fragen bezogen sich auf die Auslegung des durch die Fusion geschaffenen neuen Rechtszustandes. Zu Beginn der Sitzung vertrat Felix I\ o s e n b 1 ü t h die Forderung der ehemaligen KJV.er auf unbedingte Innehaltung der im Fusionsabkommen und im provisorischen Statut des KJB. niedergelegten Vereinbarungen, aus •denen die Nichtzugehörigkeit der Mäuchenbünde und des Wirtschaftsamtt\\ des Blau-Weiß, sowie die Aufhebung des Bundesgesetzes von Prunn eindeutig hervorgeht. Georg Strauß verlas hierauf ein von ihm und Martin Bandmann unterzeichnetes Memorandum, das offensichtlich die Meinung derjenigen Mitglieder der Blau-W'eiß-Bundesleitung vertrat, die von vornherein den Zeitpunkt und die Art und Weise der Fusionsverhandlungen und des Fusionsabschlusses bekämpft hatten. Walter Moses erklärte später, daß er und andere Blau-Weißiührer sich zwar gegenüber den Fusionsvcrh irdlungeii in stärkerem Maße gebunden hielten, jedoch in der. Sache die im Memorandum niedergelegten Ansichten als durchaus begrün Jet hielten and daher ebenfalls für eine neue Regelang der ganzen Fusion einträten. In <Jem Memorandum wird die Fusion als eine mechanische, vertragsmäßige Regelung bezeichnet, durch die der Blau-Weiß;n seiner Lebenskran derart geschwächt werde, daß die Menschen des Blau-Weiß, die durch ihren Bund stark und sicher seien, in den neuen Verhältnissen sich völlig unsicher und kraftlos 'fühlten, so daß die so zustande gekommene Fusion nicht eine Stärkung der zionistischen Kräfte, sondern eine außerordentliche Schwär

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