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Der jüdische Student · 1923-01-01 · Heft 1 (Januar 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 1 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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S Memorandum kat an die Stelle von Bedingunsen, die;cjne natürliche Verschmelzung -der in Fusion begriffenen Verbände im allmählichen (lang der praktischen Entwicklung hätten bereiten helfen, der Zeitpunkt war übereilt gewählt, kurzum, eine Lösung wurde statuiert, während man doch erst die Aufgabe hätte entwickeln sollen. Die Unterzeichneten meinen undsehen ihre Meinung durch Erfährst)! exn unterstützt, daß zum mindesten die Kräfte des Blau-Weiß und vielleicht, auch die Kräfte des KJV. durch die Form der abgeschlossenen l"nsion statt beflügelt zu werden, gefesselt sind und daß man durch eine plötzliche Beseitigung der auf beiden Seiten vorhandenen Traditionen und tiesetze nichts zu schaffen vermocht hat als ein bloßes neutrales Gebilde,. d:as mit seinen schnell entworfenen Formen und Statuten zur Unfruchtbarkeit verurteilt ist und das die Menschen entmutigt, ihren Willen, zu einer Einheit zu gelangen, schwächt und sie durch die Tatsache eines verlogenen,. & h. fiktiven Zustandes demoralisiert. Die Unterzeichneten glauben nach, wie vor, daß nur das organische Zusammenwachsen der' in vertrauiem Urngang genäherten Kreise zu jenem ygn allen lebendigen Kräften^ beider Seiten erfüllten Ganzen führen kann, das für sie die echte Fusion bedeutet und für den' Zionismus allein wertvoll sein könnte. Sie unter-, breiten daher im heutigen Augenblick,, in dem es noch nicht zu spät Ist, zu handeln, dem gesamten Präsidium des KJB. Blau-Weiß dieses Memorandum, das'die Notwendigkeit einer Revision der Fusionsform um des Idee der Fusion willen begründen soll. I. i Der Bundestag von Prunn hat aus dem nur nach innen gerichtetem 'Erziehungsbunde Blau-Weiß, der in sich durchaus nicht vollkommen ein- » fceitlicli war, einen einheitlichen auch nach außen gerichteten Bund tmieir einheitlicher Führung geschaffen. Das Bild der Armee bezeichnete die neuen Vorstellungen der Blau-Weißen von ihrem Bunde. Sofort nach denn Bundestag begann die Armee sich nach außen bemerkbar zu machem. Herste Wirtschaftsmaßnahmen). Die bald hierauf einsetzende Reaktion den- Außenwelt war bei der Veränderung des Faktums Blau-Weiß für die OciieiKüchkeit eine Reaktion des Widerstandes. Das Präsidium des KJV'. rauchte sich zum Wortführer aller Gegner des neuen Bundes Fs versandte durch offizielles Rundschreiben den schiefen Buudestagsbenchi vom Marcel Lew an seine Verbindungen, es predigte die notwendig gewordene J!rrctiung der Jugend aus den Klammern des Blau-Weiß'4 und verbreitete seilte Ansichten und Pläne in einer besonderen Nummer des ..J. St.". Die* Jugend lagung in Cassel war dem KJV. die gegebene Gelegenheit als Vertreter der herrschenden Richtung den Blau-Weiß vor das Forum des deutschen Zionismus zu stellen. Allein auf der Grundlage der Einigkeit des Blau- Wehi und aller seiner in Cassel handelnden Mensehen, eine Einigkeit,, welche auf der Casseler Tagung noch ausdrücklich bekräftigt wurde, gelang '.lern Blau-Weiß seine Rechtfertigung. Das Ergebnis von CasseJl bedeutet die vollkommene Sicherung der. Freiheit des Bundes nach innem Li"J ncdi außen. Die Ireraus entsprungene Stimmung des Bhau-Weüß getraue sich den Kampf gegen alle seine Gegner aufzunehmen. Ma^dn Bai:d-.: :nn wurde mit der Abfassung eines Artikels gegen das KJV.- Zs£- auftr.i..;!, in dem der Blau-Weiß sich gegen die KJV.-Ideologie abgrenzen roihe. Die Fn'gezc-it brachte h runer heftiger werdende Kämpfe zwischen dem beiden Verbänden, die die Kräfte beider stark in Anspruch nannten Das K.lV. bereitete eigene Juge::dgruppen vor. die für seinen Nachwuchs sorgern snl'ten. Dieser Zustand der Kräftevergeudung in inuerzionistischem Kämpfen muSie den Führern beider Verbände den Gedanken der Fusiom nahe", ».gen, als einer Verbindung der gegeneinander anrennenden Kräfte zu eh em neuen stärkere:? Kraftzentrum des deutschen Zionismus. Beide erhofften die Bf.Jung eines solchen neuen Zentrums und die Durchdringung des; filieren Gegners mit den eigenen Erziehungsprinzipieu.

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