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Der jüdische Student · 1923-01-01 · Heft 1 (Januar 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 1 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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7 wend'gkeit politischer FLän Stellung für die Gestaltung zionistischen Lebens evident erwies. Frneut und in verstärktem Maße werden wir m:s bemühen müssen, alle uns heute noch lernstehenden Kreise der jüdischen Jugend einzuordnen in den jüdischen Volksverbaud, sie mit uns gemeinsam arbeiten zu lassen an dem Versuche der Erschließung und W iederfruehthannnchung jüdischen Kulturguts. Doch gerade hier sind wir seihet noeh Strebende; klar ist uns nur die Notwendigkeit, stärker als bisher die kulturelle Sei-fe unserer Erziehung zu betonen. Zweifelhaft ist uns der Weg. der uns zu diesem von uns allen erwünschten Ziele führen kann: ihn zu bahnen und Tür weite Kreise unserer ^Ka^eliea gangbar zu machen, wird eine weitere große Aufgabe unserer Arbeit sein müssen. Aus dieser unserer Grundelusteüung ergibt sich auch von selbst unsere Stellung zu jenem wertvollen Teil nationahüdlscher Jugend, mit' dem uns im Augenblick die gewollte Vereinigung nicht gelungen ist. Nach wie vor Indien wir die Fusion zwischen den beiden Verbänden, unserem KJV. und dem Blau-Weiß, als eine zionistische Notwendigkeit für erstrebenswert. Doch, verbietet uns die Entwicklung der letzten Wichen um des endgültigen Erfolges willen, allzu schnei! dieses unser Ziel 'er. Vellen zu wollen. Grundsätzlich auch hetre noci: r> ^Vureit. gh t:Kn V r im Interesse der zioülsVJieu Ju'a u-äbe \\ eg;.; g zu h.na:Jr.. wenn w ir für die nächste Zeit gesondert und aVegrVzt v<>m Blau-Weiß unsere Arbeit tortsetzen. Wir werden das Kartei! und sehte Manschen in unserem Sinne weiter zu entwickeln haben, ohne jedoch dabei jemals da.s einmal als richtig erkannte Ziel der Vereinheitlichung der zionistischen Jugendbewegung aus den Anteil zu verlieren. In diesem Sinne wollen wir unseren Weg der Arbeit gehen. Memorandum. An die .Mitglieder des Präsidiums des KJß. Blau-Weiß. Die Minsicht in die Lage der zionistischen Verhältnisse und das entstandene Bewußtsein von der Notwendigkeit zu gemeinsamem Handeln hatte den rührenden Menschen des K.1V. und des BVu-Weiß den bedanken einer Fusion beider Verbände nahegelegt, dessen Verwirklichung kurz nach dem Delegiertentag der Z.V.i.D. in Cassel in Angriff genommen und nach Verhandlungen zwischen Präsidium tmd Bundesieitung und bereits na eil dem Beginn gemeinsamer prakt:scher Arbeit zwischen Berliner Verbindungen und Zügen am Schluß des vom K.IV. zu Weihnachten einberufenen a.-o. K.-T. und der zugleich stattfindenden Eührertagung des Blau-Weiß vollzogen wurde. Die Idee von der Vereinigung aller aktiven Kräfte der zionistischen Jugend in Deutschland hat niemand anders als m't Warme begrüßen können und was Immer durch die Form ihrer .Verwirklichung in Erscheinung getreten ist. hat die Richtigkeit der Idee selber in uiemau Je;n zu erschüttern vermocht. Auch die Unterzeichneten, die sich für den bedanken eingesetzt und zu einem Teil die Verhandlungen mligeführt haben, um eigentlichen Fusionsvorgang teilzunehmen aber durch Krankheit verhindert waren, lassen den FiVonsgedanken keineswegs aas dem Auge. Sie gl tuben im Gegenteil, daß V o r g a n g . F o r m und Zeit p u n k t der Fusion Momente in sich bergen und bereits haben in Erscheinung treten lassen, die die Idee der Fusion aufs gefährlichste bedrohen und vielleicht ihre wahre Durchführung unmöglich njachen. Der Vorgang der bnsiori Int unter einer Fülle von MiCverständnisSeii unter eilfertigster Mast und den besonderen politischen Könste!la:Ionen innerhalb des K.IV. gelitten, so daß die auf beiden Seiten vorhandenen-Kräfte nicht mit Klarheit erkannt und eingeschätzt wurden, die entstandene Form setzte ein mechanisches Fabri-

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