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Der jüdische Student · 1922-12-01 · Heft 9 (Dezember 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 9 (Dezember 1922)
Date
1922-12-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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2*5 Euch entsprechend den Karteilstatuteu eine Liste vor, die aui dein K.T. als unsere Vertretung im neuen Präsidium zu wählen sein würde. Paul Hirsch, Fritz L ö w e n s t e i n , x Bruno Perl, \\ aller P ii; i i p p s t Ii a 1, Leo R o s e n b 1 ii t h , Arthur Stein. Soweit können wir Luch über den Stand der Verhandlungen mit dem Biau-Weiß berichten. V. Die Stellung des Kartells. Im folgenden teilen wir Luch mit, wie das Kartell zu der Frage der Fusion bisher Stellung genommen hat. Ls liegen folgende Resolutionen vor: Leipzig: 1. Der am 15. Nov. 22 tagende Konvent der VJSt. Hatikwah Leipzig steht auf dem Standpunkt, daß eine Zusammenfassung der zionistischen Jugend zustande kommen muß, daß aber eine derzeitige Fusion zwischen Blau-Weiß und KJV. einer wünschenswerten Zunkunftsentwicklung überstürzend vorausgreifen. 2. Wir sind dabei, zusammen mit dem hiesigen Blau-Weiß die .Möglichkeit einer gemeinsamen Arbeit zu prüfen und dann in die Tat umzusetzen. Nach dem Ergebnis dieses Versuches, der nicht in vier Wochen durchführbar ist, wird sich unsere Stellungnahme zur Fusion ergeben. Derselbe Versuch soll erst in allen Karteilorten gemacht werden; vorher kann über die Fusion endgültig nicht beschlossen werden. Frankfurt: 1. Der Konvent erklärt sich gegen eine Fusion überhaupt (dafür 2S, dagegen 1, enthalten?). 2. Der Konvent ist der Ansicht, daß eine Fusion mit dem Blau- Weiß nicht in Frage kommt, da das KJV. Aufgaben genug hat, um seine Fortexistenz zu begründen. Das schließt nicht aus, daß in Fragen der Erziehung und Berufsumschichtung eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der jüdischen Jugendbewegung sich bildet, die ein Erziehungsprogramm für die einzelnen selbständig arbeitenden Verbände ausarbeiten kann. (Dafür 18, dagegen 9, enthalten 5.) 3. Der Konvent ist der Ansicht, daß das KJV. seiner Verantwortung gegenüber der zionistischen Jugend und insbesondere gegenüber dem Blau-Weiß nur dann gerecht werden und zu dem von ihm gewünschten Ziel einer einheitlichen Jugendbewegung kommen kann, wenn es sich als eine eigenartige Organisation im Sinne eines tatsächlich, nicht nur ideologisch national-jüdischen Nationalismus entwickelt, die ihre Menschen aufs engste sowohl mit Palästina, als auch dem jüdischen Volk als einer eigenartigen Gemeinschaft erzieht. Nui intensivste Arbeit aller für dieses Ziel bereiten KJV.er kann diese notwendige Entwicklung herbeiführen. Da das KJV. noch am Beginne dieser Entwicklung steht, der Blau-Weiß dagegen ein im entgegengesetzten Sinne fertiger Bund ist, hält der Konvent die Fusion im gegenwärtigen Augenblick für völlig verfehlt, da sie alle im KJV. vorhandenen Anfänge einer selbständigen Entwicklung ersticken, zur Auflösung des KJV. im Blau-Weiß ui?d zu seiner Vernichtung führen würde. U)afür 12, dagegen 10, enthalten 9). Nordbaden: Der BV. hat den Bericht des 'Präsidiums mit Dank entgegengenommen und ist damit einverstanden, daß bis zum a.-o. K.T. die .Möglichkeiten einer sofortigen Fusion geschaffen werden. Karlsruhe: Die VJSt. Haawodah billigt die Haltung des Präsidiums in der Fusionsfrage und spricht ihm das Vertrauen aus. Die BV. Berlin Int nach drei Sitzungen mit geringer Mehrheit folgende Resolution angenommen: Der BV. Berlin billigt den Fusionspian. Die Aufgabe des akademischen Rahniens erweis: sich als notwendige Folge j-.r wirtschaftlichen Verhält-

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