Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 9 (Dezember 1922)
- Date
- 1922-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Besprechungen mit dem Herzl-Bund ü'.ss,, die den Kreis des akademischen Nachwuchses verengen und die Unterschiede zwischen Studenten und gebildeten Nichtakademikern verwirren. Aßerdern ergänzen die beiden Bünde ihre organisatorische Notwendigkeiten, welche aus dem Bedürfnis des KJV. nach Jugendgruppen und dem des Blau-W eiß nach (iruppen der Ackeren resultieren. Der Zusammenschluß wird nicht nur zu einer Kräfteersparnis und Stärkung der zaristischen Energien führen, sondern auch eine Ausgleichung der beideriC't'ü,Ti :.r7.:ehur.gsir.ct!;odon ermöglichen. Der B\ . halt hierdurch die Fusion für notwendig und erwünscht, aber uir&r der Voraussetzung, daß die bisherigen Verbindungen als akademische Vir-rrrL-iungui des neuen Bundes an den Universitäten und zur Ermöglichung cin±r späteren Erneuerung studentischen Lebens bei veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen erhalten bleiben. — Die Fusion macht die längst als notwendig empfundene Reorganisation der Altherrenschaft, die sich in den; neuen Bund nur eingliedern läßt, wenn sie an seinen Aufgaben lebhaften Anteil nimmt, zu einem akuten Erfordernis. Da für die meisten Altan Herren die .Möglichkeit ständiger Mitarbeit im Kreise der Jüngeren nick besteht, so sind Allherrenkorporationen zu schaffen, die z. T. auf der Grundlage besonderer geistiger Verbundenheit, z. T. nach lokalen Gesichtspunkten, zu begründen sein werden. Die Gesamtheit der Altherrenschaft ist ün einem besonderen Verbände mit eigener Vertretung, weitgehender Selifeständiffkeit, aber im Rahmen des Gesamtkartells, zusammenzufassen. Die Minorität stimmte für eine Resolution, welche die Fusion mit ausführiieher Begründung ablehnte. Die VJSt. Maccabaea-Berlin faßte folgende Beschlüsse: L Die VJSt. Maccabaea-Berlin billigt eine Fusion des KJV. mit dem Blau-Weiß auf dem a.-o. K.T. (Stimmenverhältnis 18 : 12; enthalten 5). 1. Die VJSt. Maccabaea-Berlin billigt das Verhalten des Präsidiums In der Fusionsfrage und spricht ihm ihr Vertrauen aus (Stimmenverhält- 9 nis 15 : 8, 10 Stimmenthaltungen). VJSt Kadimah Bonn: Die VJSt. Kadimah, Bonn, ist mit der Fusion einverstanden. Besprechungen mit dem Herzl-Bund. ^'ach Besprechungen, die wir in letzter Zeit mit dem Präsidium des HerzT-Bundes hatten, unterbreiten wir hierdurch den Kartellorganisationen Rdchrlinien, die unser Verhältnis zum Herzl-Bund skizzieren, und eine Weiterentwicklung vorbereiten sollen: 1. Ein allgemeiner großer jüdischer Bund, der alle entschiedenen Gruppen der Jugendbewegung umfaßt, wird vom Präsidium des KJV. erstrebt. Im Sinne dieser Arbeit ist 'auch die erstrebte Fusion zwischen KJV. und Blau-Weiß aufzufassen, deren Zustandekommen aber noch nichi endgültig sicher scheint. 2. Eine Zusammenarbeit der KJV.-Ve.-bindungcn bzw. des KJB. Blau- Weiß mit dem HB. in den Städten, wo sich positive Möglichkeiten dazu bieten, ist sofort zu erstreben. Diese Zusammenarbeit wird im Interesse der Einheit der jüdischen Jugendbewegung liegen und soll zunächst dazu dienen, die Bünde einander näherzubringen und sich kennen lernen zu lassen. 3. Sollte aus diesen gegenseitigen Sichkennenlernen dann das Gefühl gemeinsamer Arbeiten und Lebensnotwendigkeiten entstehen und somit der Wunsch zu vollständiger Verschmelzung, so soll diese an einem späteren möglichst nahen Zeitpunkt vollzogen werden. 4- Die Zusammenarbeit der Altherrenbünde des KJV. und HB. soll sofort unabhängig von einer gemeinsamen Fühlungnahme wie der oben angedeuteten in die Wege geleitet werden. s>Vir bitten die Verbindungen und Bezirksverbände, hierzu Stellung zu nehir-en und insbesondere dort, wo Herzl-Kiubs bestehen, über das gegense;i:;.e Verhältnis zu informieren. Das Präsidium,