Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 9 (Dezember 1922)
- Date
- 1922-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Bericht über die Favionsverhandlungcii ten al* verbesserimgsbcdürttig erweisen, und es wird Aufgabe des 1. ordentlichen KT. sein, diese Aenderungen vorzunehmen. Um keine Schwierigkeiten in dieser Beziehung zu schaffen, wird, man vermutlich in dem provisorischen Statut bestimmen, daß Aenderungen «mit einfacher Majorität eriol-gai können. HL Wirtschaftliche Tätigkeit des Biau-WeilL E*. dürfte erforderlich sein, Euch zunächst über die sogenannten wirtschaftlichen Maßnahmen des Blau-Weiß zu orientieren. «Der Bundestag hai ein besonderes Wirtschaiisaim geschaffen, das von einem 'MitgliedLaer Bundisleiumg geleitet wird. Das Wirtschaftsamt hat sich mit den Bünden in Verbindung gesetzt und verlangt, daß in jedem Bund ein Führer oder eine iiihrerin Geschäfte für den Blau-Weiß in der Form abschließt, daß in dk*en bestimmten Geschäften seitens der Blau-Weißen, ihrer Eltern und anderer dem Blau-Weiß nahestehenden Kreise gekauft wird und die Geschifte dafür auf der Grundlage eines genauen Kontrollsystems dem Blau-Weiß Prozente der so gemachten Einnahmen überweisen. Es sind bereit* eine Reihe derartiger Abschlüsse mit Geschäften erfolgt. Die eigenf&hen Arbeiten -in dieser Beziehung werden stets nur von wenigen Blau-Heißen geleistet werden. Uebrigens hat das Wirtschaftsamt sich auch Hat den Eltern der Blau-Weißen direkt in Verbindung gesetzt. Wir halten diese Frage noch nicht für spruchreif und haben deshalb dem Blau-Weiß vorgeschlagen, daß das Wirtschaftsamt des Blau-Weiß als eint besondere Institution außerhalb des neuen Bundes bestehen bleiben soll. Aufgabe dieses Wi'rtschaftsamtes wird es dann sein, alle überhaupt in Besucht kommenden Kreise für diese Aktion zu interessieren, also ebenfalls die ehemaligen Blau-Weißen, die dann dem Wirtschaftsamt nicht mehr zwangsmäßig unterstehen würden. Unsere Bundesbrüder hätten die Aufgabe, sich mit den wirtschaftlichen Maßnahmen des Blau-Weiß bekann tziiriachen und sich an ihnen zu beteiligen, sofern sie es für richtig halten. Das Endziel der Maßnahmen muß sein, daß entweder, wenn .gegen die Institution Bedenken sich als begründet erweisen, sie überhaupt unterlassen wird, oder daß die ganze Aktion evtl. nach notwendig werdenden Aenderangen vom KJB. Blau-Weiß in einem späteren Stadium wieder übernanmen werden. Unsere diesbezügl. Vorschläge sind vom Blau-Weiß angenomnen worden. IV. Zusammensetzung des Präsidiums. Die Zusammensetzung des Präsidiums denken wir uns so, daß in ihm Blau-Weiße und KJV-er in gleicher Zahl vertreten sind. In das erste Präsidiini sollen sowohl KJV. als Blau-Weiß die gleiche Anzahl von Mitgliedern delegieren. Wenn das Präsidium eine arbeitsfähige Körperschaft werden soll, darf es natürlich nicht zu groß werden, und wir haben deshalb ein Präsidium in Vorschlag gebracht, daß aus 6 KJV.ern und 6 Blau- Weißen besteht. Die Verwaltung der Ressorts sollen natürlich nach Möglichkeit innerhalb des Präsidiums liegen, wobei es zweifellos sich als notwendig erweisen wird, manche Ressorts doppelt zu besetzen. Wir werden wahrscheinlich das System, das heute schon im KJV. und Blau-Weiß besieht, nimlich die systematische Heranziehung geeigneter Jüngerer, weiter ausbauet müssen. Bestnders schwierig ist die Frage des Präsiden. Die beste Lösung wäre muSrlich. wenn eine Persönlichkeit gefunden werden könnte, die vermöge ihrer Bedeutung und ihrer unbedingten Objektivität von beiden Seiten äs Präside anerkannt werden würde. Unsere Versuche mit dem Blau-We'ß eine Verständigung über eine solche u. n. vorhandene Persönlichkiii zu finden, haben bisher zu keinem Erfolg geführt. Unser Vorschlag. Felix Rosen blüth zum ersten Präsiden des neuen Kartells zu wählen, erschien dem Blau-Weiß nicht geeignet. Wir werden unsere Bemühungen in dieser Richtung ionsetzen. Der Vorschlag des Blau-Weiß va-h: darn, keinen Präsiden zu wühlen, sondern nur ein Präsidium ohne V~rO-'.-.k-i. das koüeg:?.! die Geschäfte führt. Unsererseits legen wir