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Der jüdische Student · 1922-10-01 · Heft 8 (Oktober 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 8 (Oktober 1922)
Date
1922-10-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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211 Ich erzähle das nicht, um diese an sich braven Männer schlecht zu .nachen, sondern damit wir uns nicht in die Rolle der bloßen Lieferanten von .Menschen drängen lassen. Nicht nur (leid ist zu geben, nicht rmr \icnschcn sind zu liefern, es ist auch über die Verwendung des Oeldes .iid der Menschen zu bestimmen. Wenn wir uns aus dieser Funkron .'usscliaheu Heden, dann könnten mit demselben Recht auch z. B. die deutschen Ziouisten aus dem Aktionskomitee ausscheiden, weil ja doch die Amerikaner das Oeld geben. War sehen, daß solche Komitees und die Hadassa durch ihren privaten Charakter nicht nur — wie sich schon mehrfach gezeigt hat — für den einzelnen, sondern für uns als Gesamtiicit eine Bedrohung unserer Stellung bedeuten, und wir sehen, daß wir ans bemühen müssen, uns so, wie es einzelne unserer Bundesbrüder in der Vergangenheit durch praktische und theoretische Arbeit erreicht hatten, wieder als aktiven Paktor in die Organisation des palästinensischen- Sanitätswesens einzufügen. Wir haben sowohl persönlich wie sachlich ein Interesse daran, daß diese Organisationen einen mehr amtlichen Charakter bekommen, daß die nur persönlich bedingte und sachlich nicht berechtigte Dezentralisation aufhört, und daß uns der Einfluß eingeräumt wird, den wir auf Grund unseres Aufbauwillens beanspruchen können. Das X.JV. sollte sich nicht durch eventuelle statutenmäßige Bedenken abhalten lassen, diese lohnende Aufgabe auf sich zu nehmen. Es erscheint mir durch seine offiziöse Stellung und durch seine persönlichen Beziehungen als die geeignetste Instanz dazu, mehr als irgend welche besonderen allgemein-zionistischen Aerztevereine, deren Menschen sich heutzutage bald in Werbearbeit erschöpfen würden und deren Gelder in Portokosten. Wir können uns so der von uns mit Recht beanspruchten Führung innerhalb der zionistischen Akademikerschaft würdig erweisen, können der allgemeinen Entwicklung des Landes die Wege ebnen und können unsere Anschauungen, wie sie — um nur ein Beispiel zu nennen, — in den bedeutsamen Ausführungen \*on Prof. Fodor-Halle auf dem Kartelltag zum Ausdruck kamen, den verdienten Widerhall schaffen. Zur Werbearbeit Von Bertram Fisher. Wir können uns mit dem Keilergebnis des Sommersemesters durchaus nicht zufrieden geben. Die Gesamtzahl von 90 Neuaufnahmen ist dabei nicht so ausschlaggebend, — wenn wir Semester für Semester kontinuierlich 90 neue junge Leute aufnehmen würden, würden wir im großen und ganzen einverstanden sein, sondern ausschlaggebend für die Beurteilung 'im die Frage, ob alle Bundesbrüder in den Verbindungen ihr .Möglichstes geleistet haben, um geeignete Außenstehende für unsern Bund und seine Zwecke zu gewinnen. (Siehe Tabelle 2.) Diese Frage ist strikt zu verneinen. Ha m b u r g. die M a c c a b ä a B e r 1 i n, B r e s 1 a u und K ö n i g sberg haben gut gearbeitet. Wenn man sich aber die Ergebnisse des Ruder- VJSt., des Sport- VJSt., der Hasmonaca - B e r I i u und der Verbindungen in Frankfurt etc. ansieht und auf Grund des d::acrn- -<en Zusammenhangs mit den einzelnen Keilieitern weiß, wie teils sie seihst vollkommen versagten, teils die Bundesbrüder in den einzelnen Verbindungen ohne Lust, daher ohne Frfolg, an diese für unser Kartell lebenswichtige Aufgabe herangingen, so kommt man zu dem Frgebuls. dali von i'usern Fuxmaioren, Erstchargierten und den andern sich verantwortlich fühlenden Bnndesbrüdern eine riesengroße Erziehungsarbeit nach dieser Richtung zu leisten ist. Je besser unsere Bundesbrüder für die Aufgabe erzogen sind, tun so bessere Werbeerfolge werden wir Iiahen. Der organisatorische Ausbau, der vom Präsidiuni ausgeht, bleibt ja 0<■■:]) nur lebloses Skelett, wenn das Leben in den Verbindungen eben nicht ^'unterbrochen dafür sorgt, daß das Kartell ein 'GcsannloKn erk:'.b. Wt!:;ben nur recht wenige Bundesbrüder, die es verstehen, werdend a.;i

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