Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 8 (Oktober 1922)
- Date
- 1922-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537768-3537776--5761-3543884- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
... ■ •*■ Mir!.]:■'. c. \-> *•!...:. ." -'nu er:. v,'a> wir \ i u. u.den könne*".. A ncr es '•>'. Kci'i /.];*;«'], d> G das ankündigte üidisSii 1*1 cir bis heute aus» gebiieb»n e* m.J. v:elk";" . - lange ausbleibe:; *\ ird. Hier müssen wir Wa*uV. . '. •>. N:J. •».-- lerner als kleii.i\:hc Beschränkung, als Ausschluß ii .,eiid e;.;e> s.*• •.. r. Stoffes, nur v-.-.."• er nicht jüdischen Inhalus is'.. /-ber ich vu'i. nge, dafi unsere Mi:-,' u1. die heute ab* durchgebildete KJVer in un>.ier Jugendgruppe führt, a v, ci den. >::h nr't allein ilrn^t beinidsCji, unsere: (iesei: Shte und unserer \'ere:>:i^eu\i.ii soviel zu entnehme]*, als sie biete* Ob man 'Knabe.* zu den Heldengestalten der Bibel führt, ob man s*:c --*or Persönlichkeit;! w .e David oder Joab oder vor Jeremia eder Akiba iYir., ob man sie au Hand des Jiskor- Bnches jüdisches Arbeiter- und jüdische W'ächterschkksa: erkb.u iüDi, ob man ihnen an Theodor Herzl das ideal des jüdischen Führers vor Augen führt, oder woher man immer seinen Stoff entnimmt, dieser Versuch muß wieder gemacht werden, oder wir werden ebensowenig erreichen wie der Blau-Weiß: die Verbundenheit mit dem Volke, die dereinst die stärkste Bindung des Mannes sein wird, die wirkliche (•.rundlage seines Zionismus. Es besteht bei vielen unserer .Menschen das an und für sich richtige Gefühl, daß sie nicht genug von .'üdischen Dingen wissen. So müssen sie sich erarbeiten und müssen überdies nicht vergessen, daß sie auch Stoffe in ^ie Jugend hineintragen, die sie mehr lieben, als daß sie sie wissenschaftlich durchgearbeitet haben. Wenn im Blau-Weiß Geologie, Botanik und Astronomie empfohlen wird, wenn man Heimabende über die Kultur der Renaissance macht: Was legitimiert den (Führer dazu als Kenntnis einiger Bücher und Liebe zu diesem Gegenstand? Er wird ganz unbefangen selbst mit diesen Jungen lernen müssen, wird sehen lassen, daß auch er vieles nicht weiß und wird mit ihnen zusammen fortschreiten. Das Problem unserer Heimabende muß vom ersten Tage an eine Grundfrage unserer ganzen Erziehung sein. Wir müssen auch versuchen, auf diesen Heimabenden die richtige Afötte zwischen einem festen System, wie den Fuxenstunden, und völlige «Abhängigkeit vom Geschmack des einzelnen Führers zu finden. Wir werden an diesen Dingen natürlich erst eine Zeit der Entwicklung abwarten müssen. Klar wird aber schon heute sein, daß schon durch den Nachdruck, den wir auf;iiüdrische Stoffe legen werden, der Anfang einer Systematik gegeben «ist, zu der wir in einem gewissen Umfang doch gelangen müssen. 5. Unser Weg. Das KJV. und andere Jugendorganisationen existieren, weil wir fester geschlossene Bünde als notwendig erachten, um zionistisch erziehen zu können. Jede Bewegung hat ihre Mitläufer, die zionistische nicht weniger als andere. Aber es kann nicht Aufgabe von Jugendorganisationen, von 'Erziehungsgemeinschaften, wie es das KJV. ist, sein, Mitläufer zu erziehen, «.Mitläufer heranzubilden. Unser BG., die höchste Instanz unseres Verbindungslebens, darf nur aus Menschen bestehen, die nach der Ansicht ihrer Bundesbrüder die innere Legitimation haben. Erzieher zu sein. Weit entfernt von aller Homogenität muß der BC. doch eine zionistische Körperschaft darstellen, muß den Kreis der Verantwortlichen umfassen, die dn der!Fuxenzeit erzogen, das Recht haben, die Corporation zu leiten und in der Jugendbewegung zu arbeiten. Wir wissen, daß wir im KJV. eine .Fülle von Menschen haben, die diesen Anforderungen entspreche-» können. Aber wir wissen auch, daß wir viele inner uns hab«.u. die nicht auf einen solchen BG. gehören. Es handelt sich nicht um Linen Unterschied von guten und schlechten Zioiristen, von guten und schlechten KJV.ern, von wertvollen und weniger wertvollen Menschen. IS h.w!J» sich einfach darum, wen die wirklich Arbeite-:Jen, die wirklich \ erantwortlichcn und ernstliaft Erziehenden als zugehörig empfinden oder nicht. Das «KJV. hat den Grundsatz der einstimmigen Aufnahme. Auch Menschen, die viele von uns lieben, können nicht unsere Bundesbrüder werde; we*■«