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Der jüdische Student · 1922-10-01 · Heft 8 (Oktober 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 8 (Oktober 1922)
Date
1922-10-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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25t» Einige Gedanken zur neuen KarteHarbeit Arbet: dann gemeinsam auf Gebiete ausbreiten keinen, wo heute nur von beider Seiten halbes gemacht wird. Unser Karte!! selbst wird durch den Zustrom junger frischer Menschen bereichert werden und durch die Differen/es, die noch vielfach bestehen, werden in dem neuen Kartell Kämpfe begingen, die nicht nur uns selbst kräftigen werden, sondern den gesamten deutschen Zionismus beleben, können. Einige Gedanken zur neuen KarteHarbeit*) Von Fritz Löwenstein. 1. 1914—1922. Ofe Geschichte des KJV. seit der Fusion kn Juli 1914 zerfällt an einige klar zu erkennende Epochen. Auf die Fusion folgte der Krieg und & mühsame Erhaltung des Kartells in dieser Zeit. Dann kam die Revolution und die mit ihr eindringenden neuen Ideen, mit denen wir ms auseinandersetzen mußten und die den Organismus des Kartells schwer erschütterten. Es folgfe der Austritt des BZK., und nun (begann die Epoche der Konsolidierung, die bereits verbunden war mt dem Auftauchen der ersten Gedanken, die auf die neue Arbeit des Kartells deuten. Das trat an Leipzig zutage, als wir über Cha- 1 u z i m t h , über zionistische Arbeit in Deutschland und über Jugendarbeit sprachen. Die H o 1 d h e i m - Debatte stellt in diesem Zusammenhang die letzte ernsthafte Prüfung dar, bevor wir die Konsolidierung als abgeschlossen bezeichnen konnten. Das geschah in Hannover. Der Kartelltag in Hannover gehört seinem ganzen Charakter nach m die Vergangenheit. Er konstatierte, daß die Zeit der Krisen vorübtr ist, daß wir uns über die Notwendigkeit und den Wert des KJV. wiedej klar geworden waren. Damit schloß Hannover leider und ließ so eine fühlbare Lücke. Der Kartelltag sagte uns nämlich nicht, was dieses konsolidierte KJV. zu tun habe, ob es nur seine alten Aufgaben zu erfüllen habe oder neue, oder richtiger gesehen, was es tun müsse, um die theoretisch bereits erkannten neuen Aufgaben in der Wirklichkeit des Kartells in Erscheinung treten zu lassen. Heute sind wir dabei, diese Lücke zu schließen. Wir sehen die Wege, wir sehen die Aufgaben und schreiten an ihre Lösung. Welche Rolle spielt der Blau-Wreiß in dieser ganzen Entwicklung seit ELnnover? -Ich glaube, daß er. richtig gesehen, eine sehr geringe Rolle spielt. Der Bundestag hat nur dazu beigetragen, daß wir uns in noch Ts'Jierem Maße als früher für den deutsehen Zionismus verantwortlich Linien und noch ernsier als bisher die Aufgaben des KJV. lösen wollen. Wäre der Bundestag nicht gewesen, die Richtung unserer Entwickini g wäre dieselbe geblieben. 2. Kriterien. B"umenfeld hat auf der Jugendtagung in Cassel sehr richtig gesagt., daß stete Zufriedenheit mit sich selbst ein .Merkmal von Bünden sei, a> aus Knaben und ganz .'imgen .Menschen bestellen, daß dagegen zionistische Männer in ihren Gemeinschaften stets ein Gefühl der Unzufriedenheit empf;i;den würden, und er hat sich ebenso wie Ernst Simon •tr:d lodere Redner gegen jene Selbs*genügsamkelt gewandt, mit der heute ier B!au-Wt/.ß auf seine Stärke poche ..md im Grunde mit sich;<'ufrkd..:i sei. :l!::;iknfeid hat uns mit dieser Gedanken etwas gelehrt, v..< :-::u Yer<.":;:dnis des Geredes, über die sogenannte Krise von Bed.i.irr. ist - d ein er -rakteris tisch es Merkmal der Kan elleniwi :klung "L- •'^•■■\y. vr,r der Einleitung der En vi od s v e r 1 i a:: ihm ge :\ ir.it . ' ^i.:i.:-e:: (Arm. d. Red.).

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