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Der jüdische Student · 1922-10-01 · Heft 8 (Oktober 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 8 (Oktober 1922)
Date
1922-10-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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£S4 Der Yorsehlag einer Fusion zwischen KJV. und Biau-Weiß Einer Erläuterung bedarf ferner die Institution des Bundessen*ates, 4er die Leitung des üroß-Bundes übernehmen soll. Aus dem Entwurf geht aervor, daß diesem Bundessenat zwei Rechte zustellen: Das Bcstatigur.gssecht für die I"ührer des Bundes der Aehereji und das Yoiscliiagsrecht für 4ie Fährer der Züge. Der Bundessenat soll demnach also an Orten, wo wir mehrere Bünde haben, werden, wie etwa in Berlin oder Breslau, keinesfalls nur eine technische Institution werden (wo es z. B. in Berlin bisher «He AKB. war). Natürlich wird es erforderlich werden, daß eine Körperschaft vorhanden ist, die den Gesamtüberblick über die Arbeit an dem Orte hat. Sie wird alle technischen Dinge zentral regeln, eine einheitliche Erziehung gewährleisten, den einzelnen Bünden helfen und unter ihnen ausgleichend wirken. Man wird daher dieser Körperschaft auch die oben genannten Rechte zuerkennen müssen. Da dieser Kreis aus den Bundesührungen der einzelnen Bünde besteht, so wird er auch ein Ort für Auseinandersetzungen in zionistischen und erzieherischen Fragen sein. Wir haben uns schon in Hannover in einer Versammlung der Bezirksverbände mit der Frage der Alten Herren beschäftigt. Wir glauben,daß efiese Frage unabhängig von der Fusion ohnedies einer Regelung bedarf. Es wird die Aufgabe der nächsten Zeit sein, zu versuchen, hier zu einer wirklichen endgültigen Lösung zu kommen. Soviel muß aber schon heute betont werden, daß wir entscheidenden Wert auf eine Zugehörigkeit der Alten Herren zu dem (. esamtkartell legen, die einen unmittelbaren und [lebendigen Zusammenhang verbürgt. Das Ressort für Altherrenarbeit wird sich im besonderen mit dieser Frage befassen und das Präsidium war <Ier Meinung, daß die Alten Herren selber aktiver als bisher an dieser Frage entscheidend mitwirken sollen. Ihre Stellungnahme von der Fus<ionsirage wird von ■wesentlicher Bedeutung sein. Die hier skizzierte Verfassung soll die Aufrechterhaltung unserer Korporation zum Zwecke der Wahrnehmung der akademischen Interessen nicht ausschließen. — Die y.ädchenbünde sollen dem neuen Kartell nicht angehören, sondern unter der gegenwärtigen Bundesleitung des Blau-Weiß unabhängig vom Kartell weiter arbeiten. Sobald die Verhandlungen eine irgendwie greifbare Form angenommen hatten, hielt es das Präsidium richtig, in einer Sitzung, zu der eine reihe auswärtiger Bundesbrüder fast aus allen Verbindungen erschienen waren, mit ihnen über die Fusion und über die Fusionsvorschläge zu beraten. Nach einem einleitenden Bericht von Fritz Löwenstein, begann die Diskussion, die das Bild ergab, daß die meisten P.un Je-sbrüdcr der Fusion im Prinzip zustimmten. Soweit sich Oegiur der r-s'on zum Worte meldeten, waren sie zwar grundsätzlich auch für die F. ^r;>n, aber hatten Bedenken gegen den Zeitpunkt. Die eine Richtung die :r rcgr.er wurde im wesentlichen von Bundesbrüder Erich Fromm, Frankfurt a. V*. vertreten. Fromm, der. auch an die Erziehung im heutigen X.iY. scharfe Xi'tik übt. ist der Vertreter einer Gruppe, die den Schwerpunkt der Erziehung auf jüdische Inhalte legen will. Dieser Weg, von ihm als der Hidasch: Weg bezeichnet, werde heute im. Kartell nur von wenigen jeschrir.en. D,e Karte'! biete aber immerhin die Möglichkeit, daß es Jie<c-i Wege gehe. Fr hält das Kartell für zu schwach, aar. dem noch mehr als wir vergoiten B'au-Weiß standzuhalten. Er befürchtet, daß eine Entwicklung, deren Möglichkeiten er heute im KJV. sieht, durch eine frühzeitige Fusion mit dem Blau-Weiß unmöglich gemacht wird. Die K ö n i g s b e r g er V e r b i n d u n g , vertreten durch die Bundesbrüder Xanowitz und Für der bejaht zwar im allgemeinen die Fusion, tritt svhr warm far die vor. uns vorgeschlagenen Reformpläne für das KJV. ein. fürchtet aber andrerseits, daß die Fusion lediglich ein organisatorischer Vraaproaniß wird. Auel) sie halten im Augenblick die Fusion für eb-ci; Fehler und verlangen, daß eine grundsätzliche Auseinandersetzung aa( v". Blutt-Weiß bis ' Fttde durch.geführt sei und mit dem deutlichen Fr^V-: 's gce.kh t habe, .adder Blau-Weiß die für uns erzieherisch en>

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