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Der jüdische Student · 1922-10-01 · Heft 8 (Oktober 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 8 (Oktober 1922)
Date
1922-10-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Der Vorschlag einer Fusaci zwischen KJV. und B Li:;-Weil A ü ni e r'k u n g zu c): An Orten, wo kein Bundessern: besteht, hat das Präsidium das Bestätigungsrecht für die Führer der Züge, d) Die Bundesführung besteht aus einem Teil der Führer der Züge und der Führer des Bundes der Aelteren und wirt vom FB. gewählt. An Orten, wo mehrere Bünde bestehen, werden die Sünde zum Groß-Bund zusammengefaßt. Die Leitung des (irnß-'mndes hat der B u n d e s s e n a i, der sich aus Teilen der Bundesfüirungcn der einzelnen Bünde zusammensetzt. 3. An der Stellung der Alten Herren wird nichts geändert. Der hier gezeichnete Aufbau eines Bundes zeigt nun, w'u man versuchen will, die Probleme, von denen wir oben sprachen, zu Reicher Zeit zu lösen. Durch die Schaffung solcher einheitlichen Jüngere iud Ackere verbindenden Bünde, werden zunächst die psychischen Heinnungen beseitigt., die es bisher vielfach Blau-Weißen unmöglich machu. aus dem Zuge heraus in das KJV. zu gehen. Andererseits wird durch die einheitliche Führung eines solchen Bundes die Gewähr dafür geschaffen, dal. die in den Zügen arbeitenden Aelteren dem Bunde?ls solche nicht verbren gehen. Es kommt noch hinzu, daß man sich von der engeren Verknüpfmg Jüngerer und Aelterer auch in pädagogisch-zionistischer Hinsicht ganz aniere Erfolge verspricht. Das Gefühl der IS—19-Jährigen, ihren jüngeren Bmdesbrüdern Vorbild sein zu müssen, wird ihren Fiter und ihre ganze Lebenshaltung beeinflussen. Soweit es sich um erzieherische Fragen handelt, werden dieselben ven den im FB. vereinigten Bundesbrüdexn diskutiert werden. Und hier wird es darruf ankommen, welche Anschauungen und weide Menschen sich letzten Endes durchsetzen. Wir sagten schon, daß wir Differenzen dieser Art erst nach der Verschmelzung im neuen Bunde ausfeilten wollen, d^ß es überhaupt erst möglich sehr wird, in einem einheitlichen Bunde diese Fragen so zu losen, daß sie im Leben der Züge sichtbar wenden. Der Bund der Aelteren seil nach dem Schema der Gut. sein, wo die eigentliche zionistische Erziehung, wie sie eben bisher im KJV. geübt wurde, beginnt. Hier werden die aus dem Zuge kommenden Jungen über 16 Jahre mit denjenigen vereinigt sein, die wir bisher in unsere Verbindungen von außen her bekamen. - Die Frage, inwieweit dieser 1-reis an dem Leben der Züge teilnehmen soll, wird bei jedem einzelnen *aghörigen zu entscheiden sein. Grundsätzlich sollen die Mitglieder des Bundes der Aelteren noch keine führende und verantwortliche Stellung inmhaben. . Man wird auch vorschlagen, die Zeit der Erziehung im Bunde der AeLeren länger auszudehnen, als es bisher etwa bei der Erziehung enserer Füxe war. Es seinoch hinzugefügt, daß der Name „Bund der lelteren" von beiden Seiten als unschön empfunden wurde und geändert werden kann. Die Bedeutung und Stellung, die der Engere B u n d im Rahmen eines Bundes haben soll, geht aus dem Schema selbst deutlüü hervor. Er wird im wesentlichen die Stellung haben, die bei uns bisher ler BC. *:megehabt hat. Wir waren uns ja auch schon bei unserer Besprechungen in Cassel darüber klar geworden, daß wir in deser Hinsicht viel höhere Ansprüche stellen mußten, ais es im Laufe der leisten Semester geschehen ist. Wir stellten fest, daß hier wirklich nur siiehe Bundesbrüder sitzen dürften, die die genügende Reife, die nötige Verantwortung und wirkliche Verbundenheit mit ihrer Verbindung hätten. Das soll auch das Kennzeichen und die Bedeutung des vorgeschlagenen FB. sein. Die unter 2J vorgeschlagene B u n J e s f ü hrung wird <ls? ungefähr dem entsprechen, was bisher der CC. war. Sie wird die Exektr.ve des Bardo sein. F> wird sicti eis richtig erweisen, daß die Bundesfinriiug in 'Itrer ZusamiiUnsetzung konstanter ss.in maL als es bisher •„tw:* er? CC. H •! ums war. Es wird schon deswegen notwendig sein, weil ia in tun die eigentlichen Führer der Züge enthalten sind, die keinesfalls vor Semester zu Semester wechseln dürfen. Es erscheint uns aber auch rldtiig, daß auch in der Erziehung der Aelteren nach Möglichkeit eine Loutinuität der Erziehung nicht durch zu häufigen Wechsel gestört wird.

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