Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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Au>> raLtMina;cschei geholfen hat und mit der Kwuzah lobt und nach einiger Zeit so\iei gelernt hat, daß sie in der Kwuzah heute als Acrztin arbeitet. Wo sind wenigstens einige junge Aerzte, die den Mut haben, hinüberzukommen, auf die Gefahr hin, hier tinige. Zeit ohne Stellung zu sein. Sie werden, falls sie Chaluzgesinnung haben, hier bald viel leisten können und werden bald Stellung haben. Wo isi die Kwuzah junger Techniker, die als ^ehachtnieistcr. Brunnerbauer usw., nachdem sie in Deutschland gearbeitet haben, hier weiter lernen wollen, als vorgebildete Kwuzah hier viel Nutzen bringend. Wo sind einige junge Lehrer die in Deutschland hebräisch gelernt haben, es gibt doch eSne ganze Reihe bereits, so daß sie hier in der Kevupah helfend lad fördernd wirken können; freilich müßten sie eine Zeitlang auch arbeiten. Studieren sie Philologie um in Deutschland zu bkiben? Wenn sie Chaluzgesinnung haben und warten können, werden sie hier sich auch als Lehrer durchsetzen. Ueber die Möglichkeiten dieser Art, herüberzukommen, werde ich noch näher berichten; es kam mir jetzt'nur, gerade ine Anschluß an das vorhergesagte darauf an, zu zeigen, daß, wenn es im KJV. Chaluzgesinnung gäbe, für eine ganze Reihe, 30—40 Bundesbrüder direkte Möglichkeiten ohne „BerutsumscHuchtung" da wären. Freilich, geistige Umschichtung ist notwendig; nicht die Frage berechtigter oder unberechtigter Kritik, sondern Kommen ist notwendig. Warum kommen ke^e KJVer als Chaluzim? Geistige Umschichtung! Es ist für einzelne schwieriger, hier zu arbeiten als für eine Gruppe oder Kwuzah; um in der Gratppe leben zu können, dazu gehört doch in weit stärkerem Maße als er bis jetzt im KJV. oder Blau-Weiß zu finden ist, jen&r Geist der Hingabe an die Gesamtheit, der hier Vorbedingung des Schaffens ist, mehr als die „Facharbeit" allein, die hier nur isoliert, soweit sie nicht, was freilich das Ideal ist, siclD mit jenem Geiste verbindet. Die meisten deutschen Kreise konnnen zu dieser Erkenntnis erst nach bitteren Erfahrungen; die periodischen Wanderer und „Fachleute" werden im Lande nick bleiben, auch wenn sie noch soviel „Kapital" hinter sich habün. Geistige Umschichtung! Im Ernstfall jede Arbeit hier wollen, bescheidene Hingabe an die Gesamtheit, auch als ..Facharbeiter" und gerade als solcher sich unterordnen, idealistische Arbeitsgesinnung, wie sie in den großen ostjüdisehen Gruppen in einer vorbildlichen Weise herrscht, auch als Arzt, Lehrer. Techniker mit diesem Geiste hinüberkommen, möglichst wLeer v-ersnehcn, Gruppen zu bilden, wie sie schon in Deutschland existiert haben fauch die sogenannten ..guten" Bhuweißeu hier im Leinde wissen heute, was Isolierung bedeutet): dann wird Erez Israel ungeheuer Wertvolles auch von den deutschten Chabzhii haben. Es gibt auch für KJVer Wege, alles andre ist Ijeqneinliclikeit und die sogenannten Minimalisten des KJV.