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Der jüdische Student · 1922-06-01 · Heft 6 (Juni 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 6 (Juni 1922)
Date
1922-06-01
Page
[Seite] (sequence 39)
Language
German
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zw den arabischen. Dieses X'oriiäkuls ist ganz r>riniiti\ eine Frage der Sprache, ihre Erlernung stein im Zusammenhang mit dem Kulturbudget der Organisation, dieses ist eine Frage des Kcren Hajcssod usw. Und da eben alle Gelder fehlen, so hat man die Wahl sich darüber?u unterhalten, welches Rudrer an«. rnoKren ^eknr/t werden soll; ganz Schlaue aber verleben auch hier ohne eine Spur von Ahnung ihre Kriiik am besten gleich nach Amerika und kritisieren die Idee des Keren Hajcssod und den Sirandeisstreit. Bei alledem ist es nicht etwa so, daß keine Anfänge da sind; es gibt sehr viele und sehr viele gute. Und in diesen Berichten, die für eine Jugendbewegung gegeben sein sollen, will ich mich darauf beschränken, einige dieser guten Anfänge, soweit sie mir bekannt sind, im Folgenden zu schildern. Ich will nicht vergessen, hinzuzufügen, daß ich nicht der Meinung bin, daß meine Darstellung „objektiv44 sein wird; sie wird schon in dem, was ich für wertvoll halte, subjektiv sein. Und ich glaube, daß niemand in der heutigen Situation nur „objektiv" sein kann. Ich werde mich nur bemühen, jenen allzu positiven, arroganten und kritischen Geist nicht zu propagieren, der nach meiner Meinung bereits das größte Unheil angerichtet hat. Ich will zum Schluß dieses Vorberichtes noch einige Bemerkungen für das K.I.Y, direkt anknüpfen. Aus de\n Vorhergesagten düru schon hervorgehen, daß ich in der unidealistisehen. negativ-kritischen Einstellung weiter Teile der Jugendbewegung den größten Verlust erblicke, den uns unsere Situation gebracht hat. Stärker als jemals wird es hier in Palästina klar, daß nur eine ganz hingegebene Jugend den Mühsalen, die unsere arbeitenden Jungens hier zu ertragen haben, und von denen man sich doch wohl in einigen Rechtsanwalts¬ und Syndikusbüros Alter Herren keine richtige Vorstellung macht, stand halten wird. Ks ist eine Tatsache, daß unseren Gruppen im Lande der Nachwuchs in Deutschland ziemlich abgeschnitten sein wird, weil man in Blau-Weiß heute die Landwirtschaft als nicht aussichtsreich beurteilt, während unsere Gruppen liier unter dem Ausbleiben eines starken Nachwuchses, der sich im Laude halten wird, leiden. Darüber ein anderes Mal. es ist eine ebensolche Tatsache, daß das ideologisch h\ seinen führenden Kreisen den wirklichen Bedürfnissen Erez Israels näher stehende KJY. in Wirklichkeit für Palästina noch weniger Menschen geliefert hat. Wenn man wiederum giaubt, daß im Lande sich bis auf Weiteres in viel stärkerem Maße die erzogenen idealistischen Elemente halten werden, dann ist nicht einzusehen, warum aus dem K.I.Y, fast niemand kommt. Fs gibt hier Aerzte mit Chaluzgesinriung; es gibt liier eine deutsche Chaluzah, die nach dem Staatsexamen hierher kam, •^ier unter der Leitung eines Arztes in einer Kw uz ah als Cho-

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