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Der jüdische Student · 1922-06-01 · Heft 6 (Juni 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 6 (Juni 1922)
Date
1922-06-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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2H< Kartelkag dehnte, die Spezialdcbatte, die Decharge und die Erledigung derjenigen Aiträge. die keiner Kommission vorliegen. Auch über sie kann nachträglich jederzeit' die Verweisung an eine Kommission beschlossen werden. Debatte wird auf diese Weise ein wesentlich anderes Bild erhalten ak in Hannover. Man wird nicht wieder aus ihr die Frzichungsdebauc nucheh. sondern diejenigen Dinge sagen, die allgemein zur Vergangenheit uni Zukunft zu sagen sind, die gesagt werden müssen und die Stimmung de* Kartelltags ausmachen. Die Debatte wird vielleicht auch viel kürzer seih können als diesmal, keine JSt.-Artikel enthalten, kurz, eine wirkliche Debatte sein. (Das richtet sich keineswegs nur gegen Hold he im.) Dafür ist den Kommissionen sehr viel freie Zeit zu lassen, schon deswegen, wal unvermeidlich ein Bundesbruder in mehreren Kommissionen wird sein missen und Kollisionen entstehen werden. Es muß also mindestens der gisize dritte Tag für ihre Beratungen frei bleiben. Es wäre sogar sehr wünschenswert, wenn noch etwas vom 2. Tag für sie abfiele. Für die in Kommissionen nicht beschäftigten Bundesbrüder und die Nichtdelegierten denke ich mir eine berichtende Aussprache über das Leben in den einzelnen Verbindungen, die unter dem Vorsitz des Ressorts für Verbindungsarbeit stattfinden könnte. Sie wird zwar kaum den ganzen Tag ausfüllen: aber vidleicht weiß jemand noch Vorschläge für diesen Tag zu machen. Vieles wind sich-für ihn auch aus dem jeweiligen Kartelltagsort ergeben. Der 4. Tag endlich bringt die Berichte der Kommissionen, die Beschlüsse, die Wahl des Präsidiums und den Schluß des Kartelltags. Die Referate?—1 der diesmaligen Tagesordnung hätten also in diesem Rahmen keinen Platz; sie würden durch die Kommissionsberichte ersetzt sein. Etwa doch zu hallende Referate wären der Generaldebatte anzupassen oder nach der Wjahl des Präsidiums zu halten. Damit wäre auch der Wunsch des Leipziger Kartelltags respektiert. Es wäre gut, Kommissionen, die früh fertig werden, schon am Nachmittag des 3. Tages berichten zu lassen, damit nicht alte Beschlüsse an einem Tage geraßt zu werden brauchen. In der Aufregung weiß man nicht mehr genau, wie man stimmt, hat auch keine Gediilinnehr. zuzuhören, und so kann es passieren, daß Arthur Stein Uebergang zur Tagesordnung über den Breslauer Zusatzantrag zu 6*) mit dem Hinweis aufs Statut erreicht, obwohl der Antrag ja gerade eine A enderuxg der Kartellordnung bezweckte. 6. Das Sportfest müßte vor Beginn oder nach Schluß des Kartelltags gelegt werden. Ich wäre sehr dafür, die Beteiligung allen Verbindungen zur Pflicht zu machen und den Spielen einen größeren Raum zu gewähren. Unter allen Umständen müßte den nichtbeteiligtcn Bundesbrüdern Gelegenheit und Geräte zu Wettspielen und -kämpfen außer Konkurrenz ausreichend geboten werden. Für Treffpunkte zu geselligen Zusammenkünften muß nach meiner Meinung schon vor dem Kartelltag in viel besserer Weise gesorgt werden als diesmal. Die Treffgelegenheiten müssen geradezu unerschöpflich sein. W\r schiint, daß mein Vorschlag geeignet ist. Form und Inhalt des Kartei!tags einander anzupassen. Das Kartell hat in Hannover gezeigt, daß es erschlossen ist, zu arbeiten. Es wird sich für seine Kartelltage die Forn: schaffen müssen, die diesem Willen am besten Rechnung trägt. Das kam: auf die* vorgeschlagene Art geschehen, ohne doch die Freuden der groüiii Gemeinsamkeit im Plenum allzusehr zu beschränken. Unsere Kartelltage können so Wert. Schönheit und Würde erhalten und schon durch ihre Forn. nicht nur durch ihre Beschlüsse, eine Bestätigung der Arbeit des KJV. sein. Wenn meine Meinung, daß es nur einer Umgestaltung der Tagesordnung bedarf, damit die Karteiltag ihren Sinn restlos erfüllen, gehil'gt wird, dann zweifle ich nicht, daß diese Umgestaltung von allen Seiten gutgeheißen werden wird. Ueber Weisungen.

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