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Der jüdische Student · 1922-06-01 · Heft 6 (Juni 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 6 (Juni 1922)
Date
1922-06-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Kartclltag und Kartell 3. Unser ganzes A n i r a s s y s t c in ist veraltet. Wenn mui: den letzten JSt. zur Hand nimmt und die Anträge durchliest, findet man. daß sie zum größten Teil der Kommissionsarbeit gegenüber gegenstandslos geworden-^uid Die Bereitwilligkeit auf allen Seiten, möglichst viele Anträge zurückzuziehen, leider auch so!ehe. die besser aufrechterhalten '.vorder» waren.;;. ii. 21 -1{J~). ve-rieht deutlich reenng iur diese t :ke:-iur..s. In Zukunft werden Anträge der bisher üblichen Art überhaupt nicht gestellt werden kennen. Verbindungen und Gruppen von Antragstellern werden sich an den Kartelltag nur noch zu wenden haben mit Anträgen, die v'ie Sanktionierung, bestimmter Vorgänge. Einrichtunsen u. dgl. in ihrer Verbindung bzw. Gruppe fordern, z. B. Antrag 4.") Im übrigen wäre zu prüfen, ob dem Plenum vielleicht Resolutionen vorgeschlafen werden solien. Ich persönlich wüßte keine außer dem Vertrauensvotum. Für die Anträge dagegen, die die Gesamtheit des Kartells angehen und bindende Bcsehlußkraft haben sollen, haben die Verbindunsen die Einsetzung von Kommissionen im Kartclltags-JSt. anstatt der bisherigen Anträge einzubringen und ihren Vertreter dorthin zu entsenden. Alle Anträge werden zunächst der Kommission unterbreitet und gelangen überhaupt nur durch diese ans Eicht der 0 e f f e n 11 i c h k e i t. Die Kommission wird außerdem für eine angemessene Formulierung der Anträge zu sorgen haben: Anträge wie Nr. 3**) sind formal unmöglich, da ja der K a r t e 1 1 t a g das Vertrauensvotum besehließen soll. Es wäre vielleicht gut. die Emgangsiormel: ..Der Kartelltag wolle beschließen" offiziell einzuführen. - Nach dieser Klarstellung hatten inhaltlich Existenzberechtigung vor dem Plenum nur die Anträge 1—4::::::::) alles andere gehörte vor Kommissionen. 4. \V i e sind die Kommissionen z u s a m m e n zusetz e n? Es müssen in ihnen vertreten sein: a) das zuständige Ressort des Präsidiums, das im allgemeinen auch den Vorsitz führt: b) sämtliche Verbindungen, die zur Arbeit der Kommission Anträge haben: die Anträge sind schriftlich zu formulieren wie bisher und müssen auf dem Kartelltagskonvent der Verbindung beschlossen worden sein: d) sämtliche Verbindungen, die, ohne Anträge /:u haben, in der Kommission vertreten zu sein wünschen: d) Buudesbrüder. die durch Plenarbesehluß in die Kornmission gewählt werden. Jedes Kommissionsmitglied hat eine Stimme: wenn zu a—c eine Körperschaft mehrere Delegierte entsendet, hat nur einer Stimme. Die Leiter der Kommissionen berichten dem Plenum und beantragen Annahme der Kommissionsbeschlüsse. Das Stimmenverhältnis der Kommissionsabstimmung ist dem Plenum mitzuteilen. Der Kartelhag beschließt mit oder ohne Debatte über Annahme. Ablehnung oder Zurückverwefsung an die Kommission. Dem Berichterstatter ist in der Plenardebatte jederzeit das Wort zu erteilen. 5. Selbstverständlich muß die T a k -e s o r d n u n g der kommenden Kartelltage der neuen Beratungsordnung entsprechend grundlegend verändert werden. Beizubehalten ist der Beginn mit einer kurzen Abendsitzung, der gar keine Anträge vorzuliegen haben. Soweit dies noch nicht im ..J. St." gescheiten ist. legt jede Verbindung und das Präsidium dem Büro bei Beginn des Kar teil tags schriftlich vor. in welchen Kommissionen sie vertreten zu sein wünscht, so daß die Bildung der Kommissionen in Form einer Mitteilung vom Prüssdiumstisch erfolgen kann und nur Einsprüche und die Wahl der Mitglieder zu Id zu erledigen sind. Des weiteren hat eine ordnungsgemäße Maudatsprüiimg zu erfolgen. Diesmal gab es nur ein Aufrufen der Verbindungen und Bezirksverbäude ohne Prüfung, ob die Zahl der Delegierten statutengemäß war. Im übrigen enthält die Abendsitzung ein allgemeines Referat. Am 2. Tage erfolgt die General- D Die Keren hajessod-Pflicht betreffend (s. JSt. Het't 5, S. 133). v) Aufrahme der Gruppe Karlsruhe als VdSt. "'''-') Vertrauensvotum des Konvents der Saruria und Jordania-Fran-kxurt a. M. für das Präsidium. Vertranensvorum und Aufnahmen.

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