Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Beschlüsse des Kartelltages 203 2. Da eine der wichtigsten Aufgaben des Hebräischen darin besteht, eine engere Verbindung mit dem Leben Palästinas h-erzustellen, werden die Korporationen und Bezirksverbände dringend ersucht, möglichst eine palästinensische Zeitung zu abonnieren. 3. Das Präsidium soll evtl. durch freiwillige Spenden eine hebräische Wanderbibliothek in Berlin schaffen, um den Kartellverbindungen die Beschallung von hebräischem Lesestoff zu ermöglichen. 4. Die Unterrichtskommission unterstützt den Antrag 15 der VJSt. Kadimah, Bonn. V. KJV.-Unterricht. 1. Die Ausarbeitung einer KJV.-Geschichte ist von großer Wichtigkeit. Das Präsidium wird gebeten, sich auch weiterhin zu bemühen, einen geeigneten Bundesbruder zur Abfassung ausfindig zu machen. Bis eine KJV.-Geschichte entstanden ist, soll als zeitweiliger Ersatz folgendes durchgeführt werden: a) Eine Zusammenstellung der wichtigsten Ereignisse der KJV.-Geschichte, insbesondere der bemerkenswerten Kartelltagsbeschlüsse, b) einzelne Bundesbrüder sollen aufgefordert werden, im J.St. über bestimmte Zeiten der Geschichte des KJV. oder über Geschichte einzelner KJV. - Verbindungen, die ihnen gut bekannt sind, zu schreiben. VI.. Examina. 1. Das Fuxenexamen nach dem 1. Semester besteht zurzeit in einigen Karteliverbindungen. Den anderen Verbindungen wird anheimgestellt, das Fuxenexamen versuchsweise einzuführen, um, beim nächsten Kartelltag über seine Nützlichkeit entscheiden zu können. 2. Das Burschenexanien bleibt in seiner bisherigen Form bestehen, die obligatorische Einführung der schriftlichen Arbeit wird von der Kommission nicht empfohlen. 3. Im Sinne des Antrages 11 beantragen wir, das hebräische Examen dahin zu erweitern, daß außer der hebräischen Prüfung ein Kolloquium über zionistische Gegenwartsprobleme stattfindet, das die Sachkenntnis und Urteilsfähigkeit des Bundesbruders festzustellen hat. An Stelle des Kolloquiums darf nach Wahl des Prüflings auch eine schriftliche Arbeit über ein beliebiges Thema treten. VII. Unterrichtskommission. 1. Die Wiedereinsetzung einer Unterrichtskomniission, deren .Mitglieder an verschiedenen Orten wohnen, ist nicht zu empfehlen. VIII. Finanzen. 15. A u t r a g der Ein a n zkommi s s i o n: Der Etat von 270 UDO M. wird genehmigt. Der Kaneütag nimmt den Vorschlag der Finauzkommission betr. den Keren Hajessod im Prinzip an, die einzelnen Ausführungsbestimmungen werden nach Ausarbeitung den Verbindungen zugehen. IX. Zusammensetzung des neuen Präsidiums. 16. A n t r a g der Au ß e n k o m m i s s i o n: Mit der Besetzung des Außenressorts sind zwei Prüsidiumsmiigiieder zu beauftragen. 17. Antrag Rosen Matt: Dem Präsidium wird aufgegeben, sofern sich ein geeigneter ostjüdischer Bundesbruder im Laufe des. Cc-