Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Unterricht im K.JA" Zusammenbaus mit der Natur T; $ erzieherisch von Bedeutung für uns ist und ich glaube, daß für einen großen | \ Teil von uns durch diesen Zusammenhang g:mz neue Kräfte, die bisher ' nicht aufgedeckt werd.rt!•:•"• mite:!, entfaltet werden. Man wird merken, : r wie überhaupt erst durch die Verbindung mit der Natur sich vieles, was man theoretisch erkannt hat, gefühlsmäßig und praktisch auswirken kann. Deswegen glaube ich. die Fahrt nicht hoch genug auch in dieser Hinsicht bei uns eingeschützt werden kann. Ich will noch erwähnen, daß wir natürlich alles dazu tun müssen, um unsere Verbindungen in lebendigem Kontakt mit den Kreisen zu bringen, aus denen im stärkeren Maße Chaluzin; entstehen. Wir haben hei::e die Möglichkeit, in vielen Verbindungen durch Besuch von jüdischen Siedlungen ursprünglicher zu wirken, als durch all j l die anderen Momente. Daß eine enge und ständige Verbindung mit unsern j i Bundesbrüdern in Palästina diese Erziehung erheblich fördern wird und j daß hierin sozusagen eine erzieherisch organisatorische Aufgabe liegt, I braucht wohl bloß angedeutet zu werden. rj Rosenblüth machte dann den Vorschlag, im Präsidium ein Ressort zu schaffen, welches sich mit den Fragen des inneren Lebens der Verbindungen in ständigem Kontakt mit ihnen und mit führenden Bundesbrüdern beschäftigen sollte. Cr schloß folgendermaßen: Alle Möglichkeiten zu einem neuen und starken Leben im KJV. sind heute wieder gegeben. Die zionistische Situation verlangt von uns. unerhörte Anstrengungen, niemand hat das Recht, sich seinen Pflichten zu entziehen. Kein Kartelltag wird uns ein Stück weiter bringen, wenn wir in dem bisherigen Tempo weiter arbeiten werden. Ich erinnere an die Rede von Chajan Welzin a n n, die er in Berlin i:n KJV. hielt. Kr verurteilte unsere Nüchternheit und verlangte Frische und Tatkraft. Der Kartelltag kann für uns der Auftakt zu neuem und frischem Leben sein, und es wird bei uns ganz anders aussehen, wenn alle den sehr einfachen und doch so ernsten Satz Weizmanns richtig verstanden haben: „Wir leben im Kriege!" Unterricht im KjV. Auszug aus dem KT.-Re?erat. Von Max Hollen d e r s k i -Berlin (VJSt. Maccabaea. Königsberg ATI.) Aufgabe der K.IV.-Krzichung ist die zionistische Willensbildung. Erzieherisch in diesem Sinne kann der Unterricht wirken: 1. durch die immer erneute Mühe des Erarbeitens; 2. als Gelegenheit, den Geifi des Ganzen durch das Medium der Inhalte zu übermittein. Die Auswahl der Inhalte ergibt sich aus dem Wesen unserer Zusammengehörigkeit: sie wird modifiziert und begrenzt durch äußere Umstände: 1.4—5 Semester Lernmöglichkeit; 2. verschiedene Vorbildung: 3. Fluktuation, und innere Forderungen: 1. Normierung, um Gleichmütigkeit der obligatorischen Mindestausbildung im Kartell zu erreichen. Damit wäre gleichzeitig die Schwierigkeit der Fluktuation beantwortet: 2. e n g s t e V er b u i\ d e u ii e i t mit der z i o n i s t i s c h e n A k - t u a 1 i t ä t. Tendenzunterricht. Ks ist heute erforderlich, daß mit den für dies Geb;et selbstverständlichen Begriffs- und Geda::ke:;komp 1 exen im Teuuettztmterrichi vere:,ü..a »••'erden: die Geschichte sei: d:r deutschen Aiitki.tr.:;^ und vor ai;.::i i!e prinzipalen und d:c historisch gewordenen Pa ü<i:.a:racer. ';'.. -j Z -