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Der jüdische Student · 1922-06-01 · Heft 6 (Juni 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 6 (Juni 1922)
Date
1922-06-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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.k".i der i:rzici£üiii;u Karteil 191 in dem Bewußtsein zu wissen, welches unsere Aufgaben sind. Beruht also meiner Ansicht nach auch heute noch die Verbindung im wesentlichen auf einem Stamm von Atenschen, deren Leben sich im wesentlichen in der Verbindung abspielt, so .ist -damit gesagt, daß es ein Fehler ist, Erziehungsmittel als die wesentlichsten Faktoren im Leben einer Verbindung auras-hen. oder anders ausgedrückt: nur dort, wo verstanden wird, daß Zionismus, zionistische Leidenscha.T und zionistische Arbeit die e'.^entliehen Erziehungsiaktorcn sind und Beisammensein. Wanderung, Sport und Rudern nur sekundäre Faktore' J. nur dort wird das entstehen, was iürderhin typisch sein soll für K. Verbindungen. Damit ist praktisch schon folgendes testgesetzt: die \ e r b i n d u n g fühlt sich als Träger der zionistischen Idee. Die Verbindung gedeiht nur im Zusammenhang mit wirklichem zionistischen Leben. Die Verbindung darf nur Menschen halten, die im Rahmen dieses unseres Programmes nützliche Mitglieder sind. Bei Burschungen ist in verantwortungsvollster Weise in dieser Hinsicht »ein jeder zu prüfen, der in den BC. aufgenommen werden soll. Die Fuxenstunden und Kurse innerhalb der Verbindung dürfen nur von Menschen gegeben werden, die in ieder Beziehung diesen Ansprüchen genügen. Es ist klar, welch eine Rolle in diesem Zusammenhange den Chargierten zukommt. Stellt nämlich wirklich die Verbindung solch einen Kreis von Zionisten dar, wie ich ihn beschrieb, so .muß der Chargiert? ein Exponent dieser Verbindung sein. Die schwierigste Frage nun, die es zu beantworten gilt, ist: wie erziehen wir unsere Füxe. Fuxenerziehung Gehen wir von der Tatsache einer geschlossenen einheitlichen Verbindung aus, so stehen uns heute genügend Hilfsmittel zur Verfügung, um unseren Füxen sehr bald den Geist der Verbindung einzupflanzen. Abgesehen davon, daß ein großer Teil durch Milieuwirkung erreicht werden muß, ist es die vornehmste Aufgabe der Burschen und insbesondere des Fuxmaiors, sich um die Entwicklung der neueintretenden Bundesbrüder zu kümmern. Ich messe eine hohe Bedeutung dem Tendenzüiiterricht bei. über dessen Gestaltung später besonders gesprochen wird. Hier sei nur betont, daß wir dazu kommen müssen, diesen Unterricht nur in die Hände von Menschen zu legen, die erzieherische Fähigkeit haben. Der Tendenzunterricht ist kein wissenschaftlicher Kurs, sondern hat die Aufgabe, unsere jüngsten Bundesbrüder derart in die zionistische Vergangenheit und Gegenwart einzuführen, daß sie in ihrem ganzen Wesen von der Idee besessen werden. Im Tendenzunterricht muß es deutlich werden, wer für uns brauchbar und wer es nicht ist. Deswegen halte ich es für praktisch, den Tendenzunterricht zu verbinden mit der Einführung in die KJV.-Problcme. Deswegen ist es ein großer Unfug, Tendenzüiiterricht einmal wöchentlich eine "der zwei Stunden zu geben. Dem Tendenzunterriclit muß ein ganzer Abend gewidmet werden und er muß dem. der ihn »erteilt, mit den Füxe« hi einen lebendigen Zusammenhang bringen. An Hand der Fragen, die ich neben dem eigentlich zionistisch-theoretischen in diesem Unterricht besprochen wisse!1 will, werde ich fernerhin zeigen, worauf es nt. E. bei dyr Erziehung ankommt. 5 Es sei noch hiuzugciügi. daß ich mir aus e'u.-r A« erbindung von Tendenz und sagen wir KJ V.-Unterricht auch verspreche, daß unsere Menschen merken: daß ihr Leben im KJV. und als K.IVer unzertrennlich ist von ihrem zionistischen Leben, daß dies eine unlösbare Er> •ieit darstellt. Von vornherein muß in jedem jungen Menschen, der zu uns ^nmmt. das Gefühl der Verantwortlichkeit /• .;h>t für die Verbmduag ■ d dann für das Karteil erzeugt werden. V :ß ihm im Rahmen d--r ^'»uistischen Gegenwart vom Kartell gesnp * werden. Er muß mit '--he und Achtung in die Gesetze unseres Ba eingeführt werden. Und *-r muß vom ersten Tage verstehen, daß er Pf... ...n übernommen hat.

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