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Der jüdische Student · 1922-06-01 · Heft 6 (Juni 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 6 (Juni 1922)
Date
1922-06-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Die 0: nmgRrhemie usw.). Die Errichtung dieses Keiminstitutes für die spätere EmwickDunr^ der modernen naturwissenschaftlichen Hochschule wird bereits seit mehreren Jahren geplant. Seine Wichtigkeit für die Entwicklung von i Industrie und Gewerbe im Lande ist geradezu unabsehbar. Man bedenke, ' j <-;:ß icine Art Irdur-lric auch nicht, jene, die v.1e es in Palästina der Fall ist, Rohprodukte der Lanawinsch.au verarbeitet, ohne eine chemische Stütze sich entfalten kann. Ich verweise diesbezüglich aut deutsche Yer-; haltlose, wo zwischen Industrien jeder Gnltung und chemischen Univcrsii tätsliboratorien eine feste Brücke besteht. Auch hierbei verbietet es der Mangel an Raum, mich des weiteren auszubreiten, iind der Hinweis möge genügen, daß ohne die erfinderische Mitwirkung der chemischen und mit ihr j verwandten Wissenschaften niemals jene Spezialartikel für den Weltmarkt \ erzeugt werden, die einzig und allejn .imstande sind, das Land Wirtschaftl lieh selbständig zu gestalten. \ Die Verwirklichung eines solchen Forschungsinstitutes ist zwar noch \ nicht so weit gediehen, wie die der Bibliothek, doch findet ersteres eine lebhafte Unterstützung durch Chaim Waizmann, ierner liegen bereits P lause des Referenten selbst vor, nach welchen die technische Ausrüstung \ und Bau dieses Institutes — wieder als Keimanlage gedacht — ausgeführt \ werden kann. Endlich-darf berichtet werden, daß die Apparatur des in \ diesem Institut unterzubringenden chemischen, physikalisch- und kolloidj chemischen, ferner biologischen Laboratoriums bereits zum größten Teil > besdiaift ist und teils in Berlin, teils in London in Kisten verpackt auf den 5 Transport in das zukünftige Heim in Jerusalem wartet. — 3. Dagegen fand die unter der Leitung von Prof. 0. War bürg stehende landwirtschaftliche Versuchsstation, die vorläufig in Jaffa untergebracht ist, eine provi- | sorösch-2 Lösung. Es ist klar, daß dieses Laboratorium für die Dauer unj möglich, von den anderen Laboratorien losgelöst, wird bestehen können, i schsn aus dem Grunde nie1 ', weil in nächster Zukunft neben der Unterj sudhmgsarbeit auch eine Forschungstätigkeit ins Leben treten muß, die * des unmittelbaren Kontakt mit den übrigen Forschern und der Bibliothek ) erforderlich macht. — 4. Ein Problem für sich bilden die Institute für die j zukünftige medizinische Hochschule, für die namentlich in Amerika lebhaftes Iirkresse besteht. Eine vollständige Einrichtung dieser Art erfordert bei norh so bescheidenen Anlagen doch so enorme Geldmittel, daß an ihre unmittelbare vollständige Ausgestaltung, wie es amerikanische Aerzte weilen," momentan nicht gedacht werden kann. Auch hier kann nur von deir Errichtung entsprechender K c i m i n s t i t u t e die Rede sein, die eine aktuelle Funktion habe n. Es dürften in diesem Sinne jene Institute in Frage kommen, die sich mit der Hygiene und Sanierung de? Landes befassen, wie z. B. ein bakteriologisches Institut, eine Malaria- Station n. a. m., von welchen aus die Bekämpfung von Seuchen zu leisten seri wird. Wenn in dem erforderlichen .Maße größere Mittel zur Verfügung stehen werden, wird man als nächsten Schritt die Errichtung eines Krankenhauses unternehmen, das seinerseits als Kristallisationszentrum für ere medizinische Hochschule einzig und allein in Betracht kommt, indem in Verbindung mit diesem Hospital die Institute für Anatomie. Physiologie, Pathologie. Pharmakologie usw. nach und nach errichtet werden, während erster es allmählich eine Umgestaltung zu einer Klinik mit Unierrichtstätigkex erfahrt. D a s W e s e u 11 i c h e d es s o e b e n geschilderte n A u f - b i u n i a n e s b e s t -e h t in der E n t w i c k 1 u n g ans kl eine n A nf £• n gen - - K e i m i n s t i t u t i o n e n — z u einem organische n Giri7.cn. Von den drei verschiedenen Aufgaben einer modernen Unive-.s:;ä:. nämlich von Forschung (research). Verbreitung (exiention) und U':: er rieh: üeaching) setzt dieser Plan entge^-n zur historischen Entwickle g europäischer Universitäten mit der aktuell notwendigen und Wirtschafti: Ja ::::e:;ije;:r!:ciie:i F o r s c h u n g ein. wozu sich alsdann die von den r.-:s:i::Tg>:ustituiei: ausgehende Verbreitung gesellt, die es ermög- :J"::.!:r^vb:!>-e j.-r ersleren an Ort und Stelle ihrer Anwendimg.sniöglich-

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