Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Kartelltag äußert, -daß sich das Kar teil auf seinem richtigen \Ve:-i* nicht durch Meinungen beirren lassen dürfe, die lediglich aus der Besonderheit einzelner Bundesbrüder zu erklären seien Damit ist dir Inhak der l^en* - »IdebaUe in den Grundzügen wiedergegeben, und es blebt nur übrig, zur gänzung kurz auf eine Episode einzugehen, die dirch das Auftrete;.;ierma:^ Lc lewers geschaffen wurde. Lelewer hell eine Rede, i^ren elterlicher Zweck nicht deutlich zum Ausdruck kau und verschieden aufgefaßt wurde. Lelewer erwähnte z. B. nicht, \v;s im Interesse der Deutlichkeit erwünscht gewesen wäre, daß er Mitglied von B i n ] a n Ii a a r e z Sei und sprach darüber erst in einer zweiten R_eie. nachdem Felix Rosenblüth auf diesen Untersrund von Lei e weis Ausführungen hinge wiesen hatte. Seine politische Auffassung hier wieierzugeben, würde zu weit führen. Wenn er glaubt, daß Wcizmann Ihn amerikanischen Zionismus zerstört hat, wenn er den deutschen Zionisttn Schuld gibt, weil sie auf die Ratgeber Weizmanns nicht anders üähgewirkt haben, und wenn er auch dem KJV. Schuld gibt, so ist jede düser Behauptungen bestritten. Wenn er aber bemerkte, daß das gegenwärtige Präsidium organisatorisch, aber nicht geistig zur Leitung des Kartells heiufen sei und er Lelewer, die Verantwortung für die Führung des Präsidiums nicht übernehmen könne, so konnte dies von Bileski mit vollsten Recht als mit dem Verantwortungsgefühl des KJVers unvereinbar zirniuksewiesen werden. Do Generaldebatte schloß mit der Dechirge des Präsidiums und mit dem Ausdruck des Dankes iür seine Arbeit. Die Aussprache über die einzelnen Ressorts nahm nur kurze Zeit in Anspruch. Der eigentliche Schwerpunkt dieser Besprechungen lag in besöideren Tagungen, in welchen Beruisfragen und Fragen de-i zionistischen Arbeit und Bezirksverbände unter sshr starker Beteiligung erörtert wurden Zu einer Diskussion kam es lediglich im Anschluß an den von Fe Hohenfeld gegebenen Berich: über Außenarbeit. Fe Hohenfeld und rrurirere andere Bundesbrüder erklärten, daß die Mehrheit des Präsidiums für dieses Arbeitsgebiet nicht genügend Verständnis gezeigt habe. Nachdem am Dienstag vormittag das Sporiest stattgefunden hatte, begann der Nachmittag mit dem Referat von L&o R o s e n b 1 ü t h, das die E rz i e h u n g s g r u n d 1 a g e n des KJV. zusammenfaßte und an das sich eine längere Diskussion anknüpfte. Es winde von den in der Verbindungsarbeit stehenden Bundesbrüdern auf die Notwendigkeit ei:ie> engen, menschlichen Zusammenschlusses hinge wieser,, liebevolles Eingehen auf die Persönlichkeit Anderer und die lMöglichkel* der Aussprache über persönliche Dinge im Rmmen der Verbindung verlaugt. Andere Bundesbrüder betonten ergäuzeid, daß der enge Zusammenschluß nur durch ein>en, in jeder Verbindung notwendigen Kreis zu erreichen sei, der fest entschlossen sei, die Forderungen der Verbindung und des Zionismus durchzusetzen, man dürfe die notwendige, dauernde Auseinanersetzung mit diesen Forderungen nicht scheuen. Uebereinstimmur.g bestand darin, daß durch die z i o n i s t i s c he A u S e n a r b e i t die jü::- "goren Bundesbrüder nicht zu stark belastet werden dürften. Im Rahme;, dieser Diskussion wurde das Beru.tsprobltm berührt und, auch gege. - über den Stimmen, die auf die großen Schwierigkeiten hinwiesen, eine Verstärkung des Kartellinteresses'für diese Dinge gefordert. Gegenüber ü;-- Entwicklung des B 1 a u - YY e i ß wurde von nuhreren Rednern darauf d.:: gewiesen, dnR die KJVer die Pflicht hätten, den auf eine Zerspliiteri::.■.. der Jugend und auf Ablenkung von wiehtuan Erziehungszielen gerichteten Tendenzen entgegen zu treten. — Im Anfing dieser Diskussion wurJ. von Bileski im Anschluß an Lelewers Ausführungen am vorhergehenden Tage der Begriff der p o 1 i t i s c he n Erziehung erör:c . und, gegenüber Lelewer, als Leitsatz des Katers der Gedanke der F. - Ordnung in die Gesamtheit und die nationale Orientierung in der jüdisch. Politik gefordert, gegenüber Franz Mayer an die Bedeutung eines b stimmten, für die Gesanuheitsaufgaben geeigreten Menschentypus in d." heutigen jüdischen Situation hingewiesen, dem unser tirzlehuiigssystem