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Der jüdische Student · 1922-05-01 · Heft 5 (Mai 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 5 (Mai 1922)
Date
1922-05-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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146 Bericht des Präsidiums an den Kartelltag Ms sei hier mach einmal kurz zusammenhängend folgendes festgestellt: Organisation der ZA. 1. Die ZA. ist eiie ständige Einrichtung am Orte jeder Verbindung oder Gruppe. 2. Der Leiter ckr ZA. wird auf dem Korivent gewählt und ist diesem verantwortlicäi Aufgaben der ZA. 1. Die ZA. regjt£t die zionistische Außenarbeit der Verbindung in Uebereinstimmung mit dem C.C. und dem Konvent. 2. Die ZA. steM in dauernder Verbindung mit der Zionistischen Organisation des ifoitreffenden Ortes und Bezirkes (Ortsgruppe. Gruppenverband, Jugenivereine etc.). 3. Der Leiter »ikr ZA. hat durch persönliche Aussprachen mit den in- Frage kommenden Bundesbrüdern (im allgemeinen ältere vor dem Examen stehende Bmdesbrüder,' nur in Ausnahmefällen jüngere) über die Ableistung der Dienstpflicht zu unterhandeln und dem Präsidium entsprechende Nachricht zu geben (Benutzung der Formulare). Kritik der bisherigen Arbeit Aus hier nidit zu erörternden Gründen ist es bisher nicht gelungen, an allen Orten die Institution der ZA. ins Leben zu rufen oder ihr überall die oben gekennzeichnete Stellung zu verschaffen. Im ganzen kann man sagen, daß überall dort, wo die Verbindungen wieder zu wirklichem Eigenleben gekommen; sind, auch die Zionistischen Arbeitsstellen oder die Leitung der Verbindungen den Aufgaben gerecht geworden sind. Auf Grund der uns vorliegend^! Berichte der einzelnen Verbindungen läßt sich nun noch folgendes hinzufügen: im allgemeinen bestätigen die Verbindungen, daß der Gedanke übt Dienstpflicht in den Reihen der Jüngeren immer mehr durchdringt ui*£ daß überall die Verbindungen die Menschen für die zionistische Arbeäi des betreffenden Ortes gestellt haben. Ueberall dort, wo die Verbindung innerlich gefestigt ist, ist für sie die zionistische Außenarbcit zu eineiSelibstveTständilichkeit geworden. Einiges aus den Berichten soll hier wiedergegeben werden. Aus dem Bericht der Zionistischen Arbeitsstelle Leipzig: „Die zionistische Arbeüt ist in Leipzig traditionell, man hat niemals an den Grundlagen des Geihnkens der zionistischen Arbeit gerüttelt . . . Die ZA. hat sich in Leipzig im großen und ganzen bewährt: Bedingung ist, daß der sie leitende Buncksbruder sehr stark im Leben der Verbindung stehen muß: wo das nicht der Fall war, sahen wir Mißerfolge." Aus dem Bericht des R u d e r - VJSu. Berlin: „Außenarbeit ist vom Ruder-VJSt. schon vor dem Leipziger Kartelltag geleistet worden, soweit sie von der Verbindung verlangt wur^e, und irgend in ihren Kräften stand. So besonders in der Tiurnersohaft, im Jüd. Arbeitsamt, in der Jüd. Volksparter, NF., der J ugendbewegung etc etc. Traditionsgemäß ist im Ruder-VJSt. stets das Moment der produktiven Leistung für die Bewegung betont und die Erziehung darauf gerichtet worien, in den Buivdesbrüdern staatsbürgerliches Pflichtgefühl und Verständnis fär die Notwendigkeit zionistischer Arbeit zu wecken. Hierin hat sich nichts geändert, und es kann gesagt werden, daß in der heutigen Aktivitas, soweit sie überhaupt lange genug der Verbindung angehört, das Gefühi hieriir bestellt. Demgemäß glauben wir auch; daß sich der Dienstpf.'chtgedankts bei allen älteren Bundesbrüdern durchgesetzt hat, wenngleich auch über die Ausführung der Dienstpflicht im einzelnen Meinungsv » ^chiedenreiten bestellen, und wenn auch ferner die Proue aufs Exempel in den meisaen Fällen noch abzuwarten bleibt." Aus dem Bericht der VJSt. Mawabaca, Berlin: „Das Bewußtsein der Verpflichtung zu zionistischer Arbeit besteht im starken Maße bei allen Bundesbrüdern, besonders den jungem, die fast alle als Zionisten zu uns kamen in der Absicht, sich ganz in den Dienst der Sache zu stellen. Es ist unverkennbar, daß sich auch der Gedanke der Dienstpflicht langsam, aber sicher durchsetzt." Aus

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