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Der jüdische Student · 1922-04-01 · Heft 4 (April 1922) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 4 (April 1922)
Date
1922-04-01
Page
[Seite] (sequence 59)
Language
German
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verringern würde, soll ei* uns mit Freude über unsere Leistung er* füllen, uns zu größerer Anspannung der Kräfte ermuntern und uns, wenn nicht Liebe, so doch Achtung verschaffen. Wie wir früher stets bereit waren, mit der Waffe dem Gegner gegenüberzutre» ten, so wird dieser~auch jetzt wissen, daß jede Beleidigung von dem sportgewohnten Juden zweckmäßig und kräftig beantwortet werden wird. In unseren Sportvereinen rindet die körperliche Erziehung ein besonders, weites Feld. Rudern oder Leichtathletik nimmt hier innerhalb des Korporationslebens einen bedeutenden Platz ein. Gerade das in unserem Ruder-V.J. St. gepflegte Rudern ist geeignet, Gemeinschaften fest zusammen zu fügen. Auf mehrtägigen Wanderfahrten, losgelöst von allen Schranken einer fremden Umgebung, lernen sich die Menschen kennen und leben dort ganz untereinander jüdisches Leben in neuer Bedeutung. Rudern ist Mannschaftssport. Jeder ist zur letzten Hingabe gezwungen. Einordnung in die Gemeinschaft, Selbstbeherrschung und Willensanspannung werden gefordert. So wird auch im nichtrudernden Sport-V. J. St., der sich früher im überwiegenden Maße mit Leichtathletik beschäftigt hatte, mehr und mehr Gemeinschaftssport getrieben. Die mannigfachen Sportspiele und im Winter besonders der Waldlauf erfüllen hier ihren Zweck, indem auch sie in hohem Maße Gemein* schaftsgeist, Disziplin und Energie erfordern und erziehen. Aber auch in den anderen Verbindungen, bei denen der Sport nicht diese Rolle einnimmt, wird er nicht vernachläßigt. Turnen, Schwimmen und Sportspiele werden im Rahmen des Semesterprogrammes betrieben und werden im Laufe der Entwicklung einen noch bedeutenderen Platz einnehmen. Im Sommer 1921 konnten die ersten, zwar noch kleinen Früchte, dieses jungen Baumes geerntet werden. Die Berliner Verbindungen vereinigten sich zu einem internen Sportfest. Alle Teilnehmer waren bestrebt, das Letzte zu geben, um ihrer Verbindung den Sieg zu erringen. Auch auf dem 1. Sportfest der jüdischen Korporationen an den Berliner Hochschulen gelang es näch heißem Kampf dem K. J. V. den ersten Platz zu belegen. Die süddeutschen Verbindungen machten eine Treffahrt nach Wert heim und Main, bei der auch ein

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