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Der jüdische Student · 1922-04-01 · Heft 4 (April 1922) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 4 (April 1922)
Date
1922-04-01
Page
[Seite] (sequence 52)
Language
German
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So als Kwuzah herkomjmen, hier meinetwegen verstreut arbeiten, hier und da lernen und doch im Zusammenhangbleiben und dann nach einiger Zeit zusammen das richtige Leben anfangen. So müßt Ihr \ es dort machen, Kwuzottf bilden, zusammen lernen, wenn es geht zusammen arbeiten und dann möglichst fix herkommen. Rechowoth bei Jaffa. Gestern habe ich eine feine Fahrt gemacht. Ich hörte, daß ein Arbeiter aus dem Pardeß nach Kfar Uriah gehen würde. „Gut," sagte ich, „ich geh mit." „Oi, a Meschuggener! Mitten in Winter in all die Blotte!" Ich nahm mir Brot, Zwiebeln, ein Ei und ge-" nügend Apfelsinen und Mandarinen. Am Morgen ging ich in den Pardeß. Moische kroch gerade in die Hosen. „Jalla! Jalla! Moische, is Zeit!" Um sieben Uhr zogen wir los, durch Hügel und Ebene, Felder, und Weinberge, immer mit dem Blick auf die jüdäischen Berge. Durch ein arabisches Dorf: Häuser, wie aus SandVv zum Spiel gebäut, Lehm und Stroh vermischt, mit Blättern gedeckt. Weiber mit großen Krügen auf dem Kopf, in schöner Haltung, andere am Boden kauernd, Hühner, Hunde, Kühe, Schafe, Kamele, alles durcheinander auf der Landstraße. Ein kegelförmiger Erdhaufen der Backofen; ein wunderbar breit ausladender Maulbeerbaum, darunter der Brunnen, aus Steinen hoch aufgemauert, rohe Holzzahnradübertragung, an den dicken Balken arbeiten, schieben drei Frauen. An einer Stelle im Weg ein drei Meter tiefes Loch voll Wasser, ein schmaler Weg am Rand. Felder, Kaktushecken, eine eingestürzte Brücke, Dreck, ausgetrocknete Flußbette mit immer weiter abstürzenden Ufern, ein Lehmhaufen; ein arabisches Dorf, ein Haus ans andere gekleckst. In der Mitte ein anständigeres Haus, darin der Effendi oder Scheich, d. h. derjenige, der Geld hat, für die Fellachen Getreide verkauft, sich die Hälfle einsteckt und seine Leute nach Noten ausbeutet. Das sind die Leute, die jede Kultur unter den Fellachen unterdrücken, denn wenn die. etwa rechnen könnten oder schreiben--- Dann sieht man vom Berge aus Ekron liegen, kleine Häuser mit Vorgärtchen, sonst ziemlich kahl. Weiter wird es bergig, steinig, wir kommen an Beduinenlagern vorbei. Auf einem Berge dort hinten liegt Hulda, die Nationalfonds-Farm, in Grün. Noch*

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