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Der jüdische Student · 1922-04-01 · Heft 3 (April 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 3 (April 1922)
Date
1922-04-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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12b Aus den Beztrksv-frbänden usw. mann hat sich verheiratet. i.a.B. David Nachmannsohn verlobt. -- Gegen eine Reihe von Bundesbrüdern wurden vom Schlußkonvent Ehrenräte beantragt, weil sie sich ihrer Pflicht, Hebräisch zu lernen, entzogen hatten, 2 von ihnen erhielten eine Rüge. 10 einen Verweis, 4 wurden freigesprochen, es wurde ihnen aber aufgegeben, bis zum Ende der Ferien nachzuweisen, daß sie das Versäumt j nachgeholt hätten. Werner N i s s e l x. VJ.St. Bikurah-Hannover (Seinestcrbericht). Der Antrittskonvent besetzte die erste. Charge mit F a r k a s und beschloß, S a f r a n i t z nach bestandenem Burschenexamen die zweite Charge zu übertragen. Die Verbindung setzte sich zusammen aus 7 Alten Herren, 5 aktiven Burschen, von denen 4 Generaldispen^ erhielten, 4 Füxen und den dazugekommenen zwei Aktivmeldungen. Die Erziehung der Füxe oblag in der Hauptsache den Aiten Herren, und zwar erteilten K a t z Tendenz, Sulke Geschichte und KJ.V .-Geschichte, Berliner — bis Weihnachten — Palästinakunde. Hebräisch wurde in 2 Kursen gearbeitet, wobei die Intensität des Arbeitens gegen Schluß des Semesters nachließ. Für den Erfolg der Fuxenstunden sprechen die im Laufe des Semesters abgelegten Burschenexamina, die gute Resultate zeitigten. Der Turnbetrieb wurde regelmäßig durchgeführt. Die fehlenden Burschenkurse suchten wir durch einen von der Verbindung veranstalteten und für die zionistische Jugend öffentlichen Sprechsaal zu ersetzen, in welchem die Bundesbrüder zur Hauptsache die Referate übernahmen. Der Erfolg war in keiner Weise zufriedenstellend; dies lag sowohl an der: Unzulänglichkeit einiger Referate als auch insbesondere an dem ganzen Forum ,vor welchem sie gehalten wurden. Gegen Ende des Semesters machte sich ein Abflauen in der ganzen Stimmung bemerkbar, man hatte das Gefühl, als ob nach Weihnachten ein gewisser Flöhepunkt überschritten war, wenn man auch keine greifbaren Gründe und Ursachen dafür anführen konnte. Sehr rege war die Beteiligung der Bundesbrüder an den technischen Arbeiten der zionistischen Ortsgruppe. Der Schlußkonvent sprach sich dahin aus, daß man mit der Arbeit und dem Verlauf des Semesters zufrieden sein könne. An Personalia wären zu erwähnen: A.H. Katz machte seinen Dr. med. und verlobte sich. A.H. Berliner machte seinen Dipl.-lng. und verlobte sich. Das Burschenexamen bestanden: Bbr. Kurt Safrauicz, Bbr. Siegir. Dreifus, Bbr. Ernst Meinrath. Aktiv meldeten sich und wurden umgenommen: stud. ehem. Hermann Federlein aus Hannover: stud. med. Fritz Dannenbaum aus Rheda. F a r k a s , Y.J.St. Haawodah-Karlsruhe (Semesterbericht). Wir traten in das letzte Wintersemester mit R aktiven Burschen und 3 Füchsen ein. Hierzu kamen noch im Laufe des Semesters 2 weitere Füchse. Das Semester war ein sehr gutes. An Kursen fanden statt ein Geschichtskurs unter Leitung von Bbr. A r i n s t e i n , in dem die letzten 50 Jahre jüdischer Geschichte behandelt wurden, ein Kurs über „Zionistische Tagesfragen4' — letzterer jedoch nur in der ersten Hälfte des Semesters — und 2 Hebräischkurse unter Bbr. Wulf. An allen Kursen nahmen auch die Blatrweißfüluer teil, die nicht dem KJ.V. angehörten. Der Sportbetrieb konnte aus technischen und auf zeitlichen Gründen nicht so eingehend betrieben werden wie im Sommersemester. Einmal wöchentlich wurde geschwommen, soweit es sich ermöglichen ließ, Wintersport getrieben und gewandert. Mit Darmstadt fand eine Treffahrt statt. Allgemein darf festgestellt werden, daß die Aktivität und die Arbeitsfreudigkeit der Bundesbrüder, die den Erfolg des Semesters bedingte, mit geringen Ausnahmen, eine große war. Die rege Mitarbeit der oben genannten Alten Herren trug weiterhin zum guten Gelingen des Semesters bei. Das Verhältnis der Bundesbrüder untereinander war ein gutes, zum Teil ein recht herzliches. Allenthaiben ein starker Wille, sich auch mensch-

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