Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 3 (April 1922)
- Date
- 1922-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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121 wendung aufgehoben werden, im übrigen können die Bundesbrüder bei Bedarf mehr Exemplare anfordern. Dem J.St. liegt ferner ein Formular zur Anmeldung von Keilfüxen bei. soweit der J.St. außerhalb Berlins versandt wird. Wir bitten, alle Keilriixe, die dem Präsidium noch nicht gemeldet sind umgehend mit genauen Adressen einzusenden. Darüber hinaus bitten wir nochmals alle Bundesbrüder, die Ankunftszeit der Keilfüxe am Universitätsort der Verbindung und dem Präsidium schnellstens anzuzeigen. Das Präsidium. Fachvorband für Lehrer* Die in Berlin gewählte Leitung des Fachverbandes für Lehrer beste hl aus den Bundesbrüdern Studienrat Kurt Hammerstein, Fritz Löwe n s t e i n , Studienrat Paul Michaelis und Hermann W eil. Der Fachverband beschäftigt sich mit der Beschaffung eines möglichst umfassenden Materials über jüdische Schulen. Diese Arbeit wird von Löwenstein und Michaelis durchgeführt. Ferner übernimmt er Auskunfter teil im g, und zwar für Mathematik und Naturwissenschaften Harmnerstein, für Geschichte und neuere Philologie Michaelis, für jüdische Fächer Weil. Alle Bundesbrüder, die irgend welche Fragen in Studienangelegenheiten haben, werden gebeten, sich an das Präsidium zu wenden, das die Briefe an die zuständigen Bundesbrüder weitergeben wird. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß Weil überhaupt allen Bundesbrüdern gern zur Verfügung steht, die sich ernsthaft in wissenschaftlicher Weise mitjüdischen Dingen beschäftigen, wollen. Fritz Löwenstein. Buchbesprechungen. Abraham R o b i n s o h n : David Woltisohn. Jüdischer Vertag. Das Buch ist leider nicht, wie sein Untertitel sagt, ein Beitrag zur Geschichte des Zionismus. Dazu fehlt es ihm an Geschlossenheit der Darstellung, man erhält keinen Gesamteindruck von dem Menschen und Politiker Wolffsohn, und noch weniger ist eine Schilderung der zionistischen Epoche, der Entwicklungen und Auseinandersetzungen gegeben, in die Wolffsohn hineingestellt war. Aber es werden viele Einzelheiten berichtet, die mehr als interessant sind, weil sie die erste Zeit des politischen Zionismus anschaulich . illustrieren. Erwähnt seien die Aeußerungen von Furcht und Ablehnung, welche Herzls Auftreten im choweve-zionistischeu Kreisen hervorief; die konkreten politischen Verhandlungen mit der türkischen Regierung, die Herzl mit Hilfe der Bank durchzuführen dachte: die Reibungen wegen der Leitung der Bank, zugleich als Zeichen für die souveräne, überlegene aber sicher oft auch schwer zu tragende Art, in der Hcrzl sein Führertum zur Geltung brachte. Das Buch zeigt deutlich, wie sehr Wolffsohn sich für die Notwendigkeit dieses Führertums einsetzte. M.B. Adolf B ö h m : Die Zionistische Bewegung. Bei der Besprechung dieses Buches möchte ich zunächst auf die Dinge hinweisen, die in diesem Buche, wie mir scheint, zum ersten Maie eine zusammenhängende Darstellung gefunden haben. Allein von den einleitenden Kapiteln sei hier das Kapitel über den „Palästinensisrnus in der Diaspora-