Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 2 (März 1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte 97 Herren, ein Teeabend auf der Kneipe zu Beginn und ein größeres Fest am Schluß des Semesters. Der Schlußkonvent besetzte die Ferienchargen wie folgt: Arthur Stern *, a. i. Arienstr. 161 Berthold Lewkowitz **, a. c. Keil wart: A. H. Walter Deutsch mann. Personalia: Durch den Tod verloren wir Bbr. Erwin Primker. Herr Zahnarzt Dr. Hillel Schachtel willigte ein, unser A. H. h. c. zu werden. — Bs verlobten sich die Bundeshrüder Franz Ludwig Meyer und Georg Ehrlich. — A. H. Josef Markus wurde Regierungsrat. — Als unbrauchbar abgegeben wurden die Füchse Eftros, Kownat und Bussota. — Inaktiviert wurde nach Bestehen des hebräischen Examens Bbr. Hermann Loeb. — In den B. C. wurden recipiert: Bbr. Lewkowitz und Bbr. Hirschowitz. Hermann Loeb. V. J. St. „Ivria"-Freiburg (betr. Sommersemester). Die Verbindung „Ivria" bittet die nach Freiburg überwiesenen Bundesbrüder, soweit sie auf Besorgung von Zimmern Wert legen, uns das spätestens bis 1. April unter Uebersendung ihres Ueberweisungsscheines und von 100 M. Anzahlung mitteilen zu wollen, da uns bei der Schwierigkeit der Zimmerbeschaffung im S. S. dieselbe später nicht mehr möglich ist. Wipr bitten die betreffenden Bundesbrüder, auch anzugeben, wieviel sie für ein Zimmer ausgeben wollen und alle die Wohnungsbeschaffung betreffenden Mitteilungen an cand. med. Franz Spitzer, Freiburg i. B r., R i n g s t r. 38, gelangen zu lassen. V. J. St. „Ivria" Freiburg. (S e me s t e r b e r i c h t.) Nach guter Semestervorbereitung und bei Anwesenheit eines gewissen Stammes älterer zuverlässiger Bundesbrüder begannen wir das Semester unter; günstiger Prognose. Der Antrittskonvent besetzte die Chargen folgendermaßen: Otto Ascher *, F. M. Jacob Bloch ** Max Neustätte r *** Die Keilarbeit ergab, trotzdem von einem Versagen der Bundesbrüder infolge Lässigkeit oder schlechten Willen nicht geredet werden kann, nur 3 Aktivmeldungen: stud. iur. Weinberg und Brock m stud. pharm. Mayer Die Innenarbeit versuchten wir mit Hilfe des Gruppengedankens zu leisten. Es bestanden 2 Arbeitsgemeinschaften, von denen sich die eine mit Jeremias und den Propheten im allgemeinen, die andere mit der Bibel und Lektüre jüdischer Schriftsteller beschäftigte. — An Kursen und Veranstaltungen hatten wir Tendenz I bei Bloch, Tendenz II bei Ascher. — Hebräisch wurde beim Oberkantor Lilient h a 1 und Bundesbruder Roßbasch von allen dazu Verpflichteten gelernt. — Bundesbruder Buchmann konnte uns durch seinen Aufenthalt in Palästina die Verhältnisse dort an einigen Abenden anschaulich darstellen. — Der Rabbiner Dr. Z i e m e 1 s sprach zweimal bei uns über „Jüdische Sitten und Gebräuche". — Von einem Geschichtskiurs mußten wir in Ermangelung eines geeigneten Kursleiters absehen. Die Verteilung von Referaten an Einzelne, deren Ergebnis wir uns am Anfang des Semesters anhörten, entsprachen unseren Absichten und Erwartungen nicht, und wir unterließen deshalb eine Fortsetzung. — Der Turnbetrieb war gut. Unsere Hütte in Aeule wurde in diesem Semester zum ersten Male wirklieh eifrig benutzt und hat uns als Standquartier beim Skilaufen unschätzbare Dienste geleistet. Die Anteilnahme der Verbindung an der Außenarbeit, wie Ortsgruppe, N. F., Keren Hajessod, war dem Erfolge nach gut. Das Semester schloß mit einer Bowlenkneipe alten Stils auf dem Lorettoberg. Als Gesamtergebnis des Semesters können wir sagen, daß