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Der jüdische Student · 1922-03-01 · Heft 2 (März 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 2 (März 1922)
Date
1922-03-01
Page
[Seite] (sequence 50)
Language
German
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98 Berichte sowohl von Seiten des C. C, wie der Bundesbrüder Interesse an der Arbeit gezeigt wurde, so daß wir mit den Resultaten im allgemeinen zufrieden sind, wenngleich wir uns darüber im klaren sind, daß noch* vieles besser gemacht werden kann. Der Schlußkonvent besetzte die Feriencharge wie folgt: Ernst Mai er, Belfortstr. 19 * Spitzer, Ringstr.38 ** Wohnungsgesuche der im Sommer herkommenden Bundesbrüder sind unverzüglich an einen der beiden zu richten. PersonaJia: In den B. C. recipiert wurden: Jonas. JLohB, Krämer. — A.' H.iert wurden: i. a. B. Preiß und Hirsch. — Inaktiviert: Spitzer. — A. H. Preiß und Hirsch machten ihr medizinisches Staatsexamen und Dr. Spitzer verheiratete sich. — Es verlobten sich: Hoffmann, Nelken und andere. Otto Ascher. V. J. St. Gießen. (Semesterbericht.) Die Chargen waren während des Semesters folgend besetzt: E. Schächter * H. Strauß ** Flörsheim *** In diesem Semester war eine größere Anzahl Bundesbrüder in Gießen, so daß wir eine mittelstarke Verbindung waren. Da unsere seitherige Gruppe sich in den letzten Semestern gut entwickelt hat, glaubten wir, es verantworten zu können, uns in eine regelrechte Verbindung umzuwandeln. Als „Hasmonäa" meldeten wir uns offiziell der hiesigen Judenschaft und der Universität an, von beiden mit geteilten Gefühlen aufgenommen. Wahrscheinlich als 1. K. J. V.-Verbindung nahmen wir neben dem allgemeinen Programm in das eingereichte auch folgenden Satz auf: „Die Verbindung vertritt den zionistischen Gedanken." Mit dem allgemeinen K. J. V.-Maßstab können wir das Semester als mittelgut bezeichnen. Die Leistungen der Verbindung, wie auch der einzelnen Bundesbrüder waren auch leider nur mittelmäßig; eine tüchtigere Leitung hätte nach allgemeiner Ansicht auf dem Schlußkonvent das Niveau der Verbindung entschieden heben können. Die Kurse waren befriedigend. Haas und Dubrowitsch leiteten den Tendenzunterricht; Ostwald den K. J. V.-Unterricht, Rosner eine gute Palästinakunde, aber leider nur am Schluß des Semesters; Münzner das Turnen. In den letzten Wochen nahmen die Bundesbrüder an einem Universitäts-Boxkurs teil. Es ist besonders hervorzuheben, daß wir eine selten günstige Gelegenheit zu ausgezeichnetem hebräischen Unterricht hatten, die leider viel zu wenig von Bundesbrüdern ausgenutzt wurde; für diesen Kurs müssen wir Frau Dr. S m o i r a danken; unter ihrer Leitung lernten neben einigen Außenstehenden einige Bundesbrüder, die in kurzer Zeit selbst beträchtliche Kenntnisse erwarben. Der Fortgang von Smoiras, die während eines ganzen Jahres einträchtig mit uns zusammenlebten und vielen Bundesbrüdern nicht nur zionistisch, sondern vor allem auch menschlich eine Stütze waren, wird von uns lebhaft bedauert. Das Präsidium ließ sich bei uns in Gestalt von Leo Rosenblüth sehen. — Auf seiner Keren Hajessod-Reise weilte auch Kurt Blumenfeld in Gießen und war durch den Eisenbahnerstreik gezwungen, mit uns neben zionistischen Aussprachen auch gemütlich zusammen zu sein. Nach wie vor wird die zionistische Ortsgruppe in der Hauptsache durch das K. J. V. gebildet. Bundesbruder Rotholz ist neuerdings Vorsitzender. Die in Angriff genommene Keren-Hajessod-Aktion wird fast nur von uns durchgeführt. Personalia: Während der K/C. keine Aktivmeldungen zu verzeichnen hat, konnten wir aufnehmen: Lewinsohn (Pilwischki), Brüder A. und B. Traub (Wilna), Ollenstein (Riga), "Weiß (Temegvär), Jossimow'(Bobruisk), Rosenbaum (Gießen) uM Moosberg (Essen)/— In den B. C. wurde Hirschowitz recipiert. — A.B..iert wurden: Plonsker, Rotholz. — Medizinisches Staatsexamen bestanden: Rotholz, Plonsker, Schramm. — H chemisches "Verbandsexamen bestanden: Flörsheim. Strauß. — I. chemisches Yerbandsexamen: Hirschowitz. Bechmoarasch. — Ausgetreten: Goldberg.

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