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Der jüdische Student · 1922-01-01 · Heft 1 (Januar 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 1 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
[Seite] (sequence 42)
Language
German
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42 Vorbildung für Bauingenieure augenblicklichen Valütaverhältnissen möglich ist, mit relativ geringen Kosten junge Leute in Landwirtschaft und Handwerk auszubilden, halte ich es für äußerst wichtig, daß Sie im Interesse Palästinas von dieser Möglichkeit im weitesten Umfang Gebrauch machen. Sie werden dadurch nicht nur die Zusammensetzung der palästinensischen Einwanderer verbessern, sondern Sie werden dadurch auch für die Palästina-Agitation in Deutschland viel erreichen, weil Sie dadurch einen viel innigeren Kontakt zwischen Deutschland und Palästina schaffen. Wenn die in Deutschland ausgebildeten Chaluzim hier eine befriedigende Arbeit bekommen, wozu alle Aussicht vorhanden ist, so werden sie dies nach Deutschland berichten und das wird die Palästinastimmung sicherlich beleben. Auch mit Rücksicht darauf, daß heute zwischen den Kosten der Lebenshaltung in Palästina und in "Deutschland eine so gewaltige Differenz besteht, erscheint es mir zweckmäßig, die jungen Leute nicht in dem teuern Palästina, sondern in dem billigen Deutschland ihre Lehrjahre durchmachen zu lassen. — Sie sollten m. E. die Ausbildung von Chaluzim als einen wesentlichen Teil Ihrer ganzen zionistischen Tätigkeit in Deutschland betrachten. Sie sollten zu diesem Zwecke nicht nur die schon vorhandenen landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten benützen, sondern auch durch Verträge mit Landwirten weitere Ausbildungsmögliehkeiten schaffen und ebenso auch für Handwerker Lehrstellen in geeigneten Betrieben auffinden. Hochachtungsvoll gez.: A. Ruppin. Vorbildung für Bauingenieure. Von Dipl.-Ing. Emanuel Roer-Vieregg (V.J.St. Hasmonaea- Berlin A. H.). Die Frage unseres Bbr. D., wie der junge Bauingenieur, der die Absicht hat, sich durch seine berufliche Tätigkeit am Aufbau Palästinas zu beteiligen, es am besten macht, den Ubergang zwischen Hochschule und Praxis zu finden, ist nicht ganz leicht zu beantworten. Besonders deshalb, weil niemand wissen kann, wie sich das Bauwesen in Palästina gestalten wird. 1. Wer die Projekte ausarbeiten wird, die Regierung des Landes oder die zionistische Organisation oder einzelne Baufirmen, die dafür Konzessionen erhalten entweder von der Regierung oder von der Zionistischen Organisation. 2. Wer die Projekte ausführen wird, ob die Regierung auf eigne Rechnung oder die zionistische Organisation, oder ob die Regierung oder die Organisation die Ausführung einzelnen Baufirmen übertragen wird. 3. Ob die Regierung einzelne jüdische Ingenieure als Beamte oder als Zivilpersonen anstellen wird; ferner ist noch vieles andere fraglich, z. B. was man in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten bauen wird; wie^ viel Geld man haben wird, ob die Kwuzoth sich als Bauunternehmer bewähren werden, ob die Bewässerungsmöglichkeiten wirklich vorhanden sind usw. usw. Eines allein steht fest, daß das Arbeiten drüben anders sein wird als hier, durch den Mangel an Baumaschinen und allem Gerät, beson^

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