Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 18 (1921)
- Issue
- Heft 5 (September 1921)
- Date
- 1921-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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221 Zur Beachtung: Mit der Gründung, Führung und dem Ausbau der Universitäts¬ und National-Bibliothek zu* Jerusalem sowie mit der Leitung des gesamten palästinensischen Bibliothekswesens ist der Universitäts- Bibliothekar P r o f. Dr. Heinrich Loewe, Berlin NW. 52, Flemmingstraße 52, betraut. Bis zu seiner Übersiedlung nach Jerusalem vertritt ihn in Jerusalem als Vorsteher der Jerusalem-Bibliothek Dr. Hugo. Bergmann. Die Bibliothek hat ein Bankkonto bei der Diskontogesellschaft, Filiale ehemals Meyer Cohn, Berlin, Unter den Linden 11, unter dem Namen: „Prof. Dr. Heinrich Loewe, Separatkonto Jerusalem-Bibliothek" und ein Postscheckkonto beim Postscheckamt Berlin NW. 7 unter dem Namen „Prof. Dr. Heinrich L oewe, ,Jerusalem-Bibliothek< Nr. 35 002". Binjan und Ideologie. Von G e o r g W u n d e r 1 i c h , O p p e 1 n. f Vorbemerkung der Redaktion. Bundesbruder Georg Wunderlich, einer unserer ältesten alten Herren hat die Redaktion des J. St. angefragt, ob er einen Artikel vom Standpunkt des Binjan Haarez für den J. St. schreiben könne. Wir haben geantwortet, daß uns eine sachliche Meinungsäußerung, unabhängig von dem vertretenen Standpunkt jederzeit willkommen ist und daß wir keinerlei Bedenken hegen, im J. St einer Ansicht Raum zu geben, die von der überwiegenden Mehr- ' heit der Bundesbrüder nicht geteilt wird. B. C. Der Zionismus ist eine Volksbewegung, sein Ziel ist und bleibt die. Schaffung der öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina. Es mag gleichgültig sein und bleiben, von welchen Ideen aus der Einzelne im Volke zu der Uberzeugung von der Richtigkeit der zionistischen Auffassung gekommen ist. Ob bei dem einen das bewußte Nationalgefühl, bei dem anderen eine romantische Sehnsucht, bei dem Dritten religiöse und kultische Ideale vorwiegend waren, immer muß festgehalten werden, daß das positive Bekenntnis zum Ziel der Volksbewegung die alleinige Grundlage der gesamten Bewegung war und bleiben muß. Keine Bewegung, die lediglich etwas Negatives erstrebt .oder von einer Negation ausgeht, hat Aussichten auf Dauer und Erfolg. Gerade wir Juden und speziell wir in Deutschland, sollten uns als Beweis für diese Behauptung immer die verschiedenen Zweige der rein antisemitischen Bewegung vor Augen halten. Sie sind alle ausnahmslos gescheitert, weil der reine Antisemitismus als etwas nur Negatives eben nicht die Grundlage einer Bewegung sein kann, die etwas Positives schaffen will. Es gibt auch geschichtliche Widersprüche, die sich mit den logischen decken. Historisch möchte ich mir auch erlauben, auf das Urchristentum hinzuweisen mit seiner absoluten Negation der diesseitigen Weit. Erst in dem Augenblick, als an Steile dieser immer mehr und mehr zurück- /