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Der jüdische Student · 1921-09-01 · Heft 5 (September 1921) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
18 (1921)
Issue
Heft 5 (September 1921)
Date
1921-09-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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210 Beschlüsse der Weltstu^ententagung- Nur Palästinaarbeit, oder nur Galutharbeit u. a.. Ganz objektiv urteilend muß ich sagen, daß von den dbxt vertretenen zionistischen Studentenorganisationen das K. J. V. die einzige war,, welche von einer zentralen Idee ausgehend, nur alle andern^zionistischen Forderungen wertet und imstande isty ihnen den rechten Platz zu weisen unci welche auf Grund dieser Idee ein festes System der Erziehung alljährlich entwickelt hat. Einen Bericht über die Tätigkeit des K. J. V. habe ich nicht abgegeben, sondern in meinem Referate über die K. J. V. Erziehung und ihre Grundsätze gesprochen. Die Thesen, die ich aufstellte, sind als Empfehlung für die Erziehungsarbeit der einzelnen Verbände en bloc angenommen worden. Ich forderte, daß die Arbeit der Exekutive künftig geleistet werde im Geiste einer Auffassung des Zionismus als idealistische Bewegung, bei der es auf die verantwortungsvolle Tat jedes einzelnen. Zionisten ankomme. Ich forderte, daß die Arbeit der Erziehung picht von der Exekutive aus vorgeschrieben, sondern den einzelnen Landesverbänden überlassen würde. Als System der Erziehung wurde den einzelnen Verbänden gemäß meiner Thesen empfohlen: Engster gemeinschaftlicher Zusammenschluß derjenigen,, welche bereit sind, die Erziehungsarbeit zu leisten. Schaffung fester Formen, intensive Werbearbeit, stärkste Erfassung und Disziplinierung des Einzelnen durch das Leben und die Arbeit in der Verbindung, späterhin Leistung) von Außenarbeit, dazu außerdem die mannigfachen Gebiete des Unterrichts. Ich komme hierbei zum dritten Teil der Tagung, nämlich der Ausarbeitung des Arbeitsplanes. Es standen sich hier zwei Meinungea gegenüber. Die eine war für zentrale Leitung der mannigfachsten Dinge, wie Erziehung, Unterricht, Dienstpflicht, Keren-Hajessodleistung, von der Exekutive aus. Es ist dies ein Zeichen, wie wenig durchdacht im allgemeinen innerhalb der zionistischen Studentenschaft die Fragen der Erziehung sind,v wenn solche unmögüchen Vorschläge gemacht werden. Demgegenüber machte ich geltend, daß Dienstpflichtleistung, Keren-Hajessodleistung, Hebräischlernen usw. Produkte der Erziehung seien, welche in kleinsten Kreisen nur von den Besten geleistet werden könne, die selbst schon mit diesen Dingen ernst machten und die andern dadurch zur gleichen Leistung mitrissen. Ich setzte ihnen die Unmöglichkeit auseinander, solche Dinge, die nur auf Grund persönlicher Beeinilussung durchgesetzt werden könnten, von einer Zentrale aus erledigen zu wollen. Auf Grund meiner Anschauung wurde das Arbeitsprogramm festgelegt, welches sich im wesentlichen nur damit befaßt, zionistische Kräfte, welche durch die Erziehung in den einzelnen Verbänden frei geworden und für zionistische Leistungen bereit sind, zu fördern und ihnen den richtigen Weg zu weisen. Da kein anderer Landesverband in Betracht kam, Holland schied aus wegen der hohen Valuta, Österreich (Wien) wegen der dortigen uneinheitlichen Situation innerhalb der zionistischen Studentenschaft, so wurde die Leitung nach Berlin verlegt und mir übertragen. Leo Olitzki. Die Beschlüsse der Weltstudententagung. I. Maßnahmen zur Erleichterung von Fachstudien palästinensischer Probleme zu treffen sowie zur Ausbildung und Ausübung von Berufen, weicher Palästina und die zionistische Weltorganisation besonders bedürfen. Dazu gehören:

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