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Der jüdische Student · 1921-06-01 · Heft 4 (Juni 1921) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
18 (1921)
Issue
Heft 4 (Juni 1921)
Date
1921-06-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Die Jugendarbeit des Ruder-V.J.St. 165 liegen und z. B. in Wien und Präg auf die Lösung derselben Probleme gewartet wird. — Somit gewinnt das zweite Problem unserer Berufsberatung eine viel größere Rolle, nämlich die Frage, auf welche Berufe wir diejenigen Abiturienten hinweisen, die als entschlossene Zionisten, mit dem Willen nach Palästina zu gehen, die Schule verlassen, zu uns kommen und erst vor der Berufsfrage stehen. Ganz ähnlich liegt es auch mit den jungen Bundesbrüdern in den ersten 3 — 4 Semestern, die ebenfalls noch imstande sind, ihren Beruf zu ändern. Hier sind wir schon immer der Meinung gewesen, daß eigentlich nur ein Abraten von jedem akademischen Studium in Frage kommen kann. Das wird natürlich nicht zu bedeuten haben, daß man solchen, die eine bestimmte, ausgeprägte Neigung zu einem Beruf haben, von diesem abrät. Aber man kann nach Auerbachs Referat kaum für einen einzigen akademischen Beruf nur einigermaßen die Chancen für günstig erklären. — Nicht ganz geklärt ist die Frage der Kaufleute, und es wäre sehr gut, wenn Ihr uns auch darüber einmal Eure -Meinung mitteiltet. — Somit erscheint es noch mehr als früher unsere Aufgabe zu sein, auf landwirtschaftliche und handwerkliche Berufe hinzuweisen. Die theoretische Erkenntnis von. der Notwendigkeit, auf einen bestimmten Beruf hinzuwirken, ist heute im ganzen K. J. V. verbreitet. Aber von dieser theoretischen Erkenntnis bis zur realen Berufsumschichtung des einzelnen ist ein weiter Weg, und es ist sehr verständlich, wenn die bisherigen Ergebnisse unserer Berufsberatung in dieser Richtung wenig ergebnisreich gewesen sind. Es scheint uns nach Euren Referaten durchaus, als ob wir diese Bemühungen fortsetzen und insbesondere in unserer Jugendarbeit uns bemühen sollten, auf die Ergreifung landwirtschaftlicher und handwerklicher Berufe hinzuwirken. Das Präsidium des K. J.V. Fritz Loewenstein. Das Berufs-Ressort des Präsidiums steht in Verbindung mit Herrn Dr. Siegfried Bernfeld, der in Wien seinem Institut eine Abteilung angegliedert hat, die solchen jungen Gesinnungsgenossen, die sich bereits für den Lehrerberuf entschieden haben, Ratschläge über Ausbildung, Studium usw. geben will. Die Beratung findet, entsprechend Dr. Bern- - felds Auffassung, „im Sinne der neuen Erziehung" statt. D?. Bernfeld wird es also nicht für seine Aufgabe erachten, wie er an uns schreibt, „über jene Studienfächer, Prüfungen, Anstalten, Mitteilungen zu machen, die im Sinne der üblichen Pädagogik zum Lehrerberuf vorbereiten". Es handelt sich also bei ihm nur um eine Arbeit, die ergänzend neben der unseres Ressorts stehen kann. Wir weisen die Bundesbrüder auf das Bestehen dieser Stelle hin, mit der wir in ständigem Austauschverkehr bleiben. Die Jugendarbeit des Ruder-V. J.St. Von Friedrich Max Simon, Berlin Da während des Krieges Nachwuchs schwer zu bekommen war und sich die älteren Clubmitglieder zum größten Teil im Felde befanden, gründete die „Ivria" im Jahre 1915 eine Jugendabteilung „Jung-Ivria", die sich im wesentlichen aus Primanern und kaufmännischen Lehrlingen zusammensetzte. Diese „Jung - Ivrianer" machten den Clubbetrieb voll mit, und trainierten zu den Regatten des Jugend-Ruder-Verbandes, den einzigen, die damals gefahren wurden. Daneben existierte noch eine Sehüierabteilung, die, ähnlich wie die des Bar - Kochba, kleinere Jungen erfaßte. Während die Jung - Ivria bald mit dem Club völlig verschmolz,

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