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Der jüdische Student · 1921-06-01 · Heft 4 (Juni 1921) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
18 (1921)
Issue
Heft 4 (Juni 1921)
Date
1921-06-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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Vom Berufs-Ressort 157 Volkspoesie (120 —134: schirehamaalot), Didaktik (49.73.), Liturgische Gesänge (67.81.95—100.113 — 118.134 — 136.146 — 150.), alphabetische Akrosticha (25. 34. 37.111.112.145.). Natürlich kann man die Psalmen z.B. auch nach ihrer (mutmaßlichen) Entstehurigszeit zusammenfassen und dann mehr geschichtlich und literaturgeschichtlich behandeln. Die Pirke abot habe ich — unter fast völliger Vernachlässigung ihres für gewöhnlich in den Vordergrund gestellten ethischen Charakters — mit besonderer Herausarbeitung des zeitgeschichtlichen Hintergrundes dieser für eine Geschichte der. nationalen Assimilation so wichtigen Epoche gelesen. * * * Zur Durchführung dieser Arbeit gehört: 1. die noch nicht überall vorhandene Erkenntnis ihrer Notwendigkeit für unsere Erziehungsarbeit, 2. der Wille, hierfür genügend Zeit freizumachen (wöchentlich 3 — 4 Stunden im Durchschnitt), 3. ein Kreis wirklich arbeitsfreudiger Bundesbrüder (mit eigener Vorbereitungsarbeit usw., alles, andere ist Unfug), 4. ein geeigneter Kursleiter. Wo Bundesbrüder oder uns in der Gesinnung Nahestehende zur Verfügung stehen, die solche Kurse leiten können — es gehört dazu außer der Kenntnis der Materie die Fähigkeit, den Zusammenhang und die geschichtliche Einordnung des Gelesenen unter größeren Gesichtspunkten darzustellen, .endlich Beherrschung des Sprachlichen —, ist die Durchführung nicht übermäßig schwer. Wenn Interesse, Bedürfnis und Geld dafür vorhanden sind, könnten ausgeführte Grundrisse solcher Kurse mit detaillierten Quellenangaben sowie Literatur vom Kartell gedruckt zusammengestellt wercjen; vielleicht fänden auch andere Jugendorganisationen an solchen Leitfäden zur Bibellektüre Geschmack. Andernfalls müßte der Ortsrabbiner (dieser dann natürlich, da meistens Assimilant, nur als Materialvermittler gedacht) herangezogen werden, wobei die richtige Auswertung des Stoffes für unsere Zwecke scharf überwacht werden müßte. Unter Umständen wären auch geeignete Vor-, lesungen an der Universität (meist theol. Fakultät) zu belegen und dann das Gehörte im eigenen Kreis auszubauen. Durch solche Arbeit werden unsere Leute alsdann befähigt, sich über bestimmte Tatsachen und Probleme unserer Vergangenheit, wenn auch nicht ein wissenschaftliches Urteil, so doch eine auf eigenen Mitteln beruhende selbständige Anschauung zu bilden. Darüber hinaus aber kann die Charaktermäßige Beeinflussung unserer Jungens nicht bestritten werden. Vom Berufs-Ressort In Haifa hat am 23. u. 24. April eine Tagung der palästinischer* Bundesbrüder und Blau-Weißen stattgenmden. auf der für die Berufsfragen bedeutsame Referate von Elias Auerbach und von Theodor gehalten wurden. Wir bringen diese Refer rate nachstehend zum Abdruck und geben weiter die von der Tagung mit 50 gegen 4 Stimmen angenommenen Leitsätze wieder. I. Referat von Auerbach: Über Berufslrageh, und Ausbildung für Palästina. Esiikann keine allgemeine Übersicht gegeben werden, sondern die Frage läutet, wie ist der ganz bestimmte, uns nahestehende Kreis in Deutschland unter möglichst günstigen Verhältnissen nach Palästina zu trans-

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